Drogen im Bahnhofsviertel – Polfer erzürnt über Zustände in der Problemzone

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Drogen im BahnhofsviertelPolfer erzürnt über Zustände in der Problemzone

LUXEMBURG - Die Drogenkriminalität im Bahnhofsviertel ist für Lydie Polfer ein Unding. Luxemburgs Bürgermeisterin fordert die Polizei auf, noch härter durchzugreifen.

Luxemburgs Bürgermeisterin Lydie Polfer fordert mehr Einfluss auf die Polizei.

Luxemburgs Bürgermeisterin Lydie Polfer fordert mehr Einfluss auf die Polizei.

Editpress

Die Drogenkriminalität im Luxemburger Bahnhofsviertel ist nicht nur für die großherzogliche Polizei ein Ärgernis. Auch Bürgermeisterin Lydie Polfer zeigt sich erzürnt über die Zustände in der Problemzone der Hauptstadt. Nachdem Polizeichef René Lindenlaub gegenüber L'essentiel die teils gravierenden Umstände rund um die Bahnhof geschildert hatte, fordert Polfer nun ein noch härteres Durchgreifen.

«Die Situation am Bahnhof kann man so nicht hinnehmen», fordert die 63-Jährige. «Man muss dringend schärfer gegen die Kriminellen vorgehen. Das wurde mir auch schon zugesichert.» Besonders wichtig: Polizei und Justiz müssten dabei an einem Strang ziehen.

«Dafür haben wir die Polizei»

«Wenn man so klar sagt, dass Luxemburg die Drogenbörse der Großregion ist, dann muss mehr getan werden. Dafür haben wir die Polizei», sagt Polfer. Die Beamten müssten präsenter sein, die Justiz anschließend härter bestrafen. Kontrollen und Razzien, wie sie auch in der vergangenen Woche durchgeführt wurden, müssten häufiger stattfinden.

Am Montag setzt sich die Bürgermeisterin mit Sicherheitsminister Etienne Schneider und Direktor Lindenlaub zusammen, um über die künftige Vorgehensweise zu sprechen. Dabei sei Polfer auch der geringe Einfluss der Gemeinde auf die Polizei ein Dorn im Auge. «Die besorgten Bürger wenden sich an die Gemeinde, aber wir haben nicht die Polizeigewalt. Wir wollen mehr mitreden, wo Prioritäten gesetzt werden.» Dafür fehle allerdings die gesetzliche Basis.

Von der Unterredung selbst erhofft sich die Bürgermeisterin viel Effizienz. Schließlich habe man in der Vergangenheit schon genug zusammen geleistet, beispielsweise bei Projekten um Spielplätze und Schulen in der Hauptstadt.

(Jan Morawski/L'essentiel)

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