In Luxemburg – Polfer sucht Kompromiss mit E-Scooter-Verleih
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In LuxemburgPolfer sucht Kompromiss mit E-Scooter-Verleih

LUXEMBURG – Das amerikanische Unternehmen Bird, das Anfang der Woche auf dem Glacis E-Scooter platzierte, trifft sich nun mit Bürgermeisterin Lydie Polfer.

Lydie Polfer hatte den Verleih nicht genehmigt.

Lydie Polfer hatte den Verleih nicht genehmigt.

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Der Streit um die Elektroroller, die von der Firma Bird in der Hauptstadt zum Verleih angeboten wurden, geht in die nächste Runde. Nach Angaben eines Sprechers des US-Unternehmens, das seinen Verleih über Nacht auf dem Glacis platziert hatte, soll in Luxemburg «nächste Woche» ein Treffen zwischen der Firma und der Luxemburger Stadtverwaltung geplant sein. Das bestätigte auch Bürgermeisterin Lydie Polfer gegenüber L'essentiel.

Die Firma hatte ihre Tretroller angeboten, ohne dafür eine Genehmigung bekommen zu haben. Polfer habe bisher sämtliche Anfragen für einen Verleih von elektronischen Tretrollern abgelehnt – auch jene von Bird – da die kleinen Fahrzeuge zu viele Risiken im Straßenverkehr mit sich brächten.

«Wir haben die Stadtverwaltung über unsere Absicht informiert, die E-Tretroller anzubieten», teilt Bird mit. Zu Polfers Drohungen, die Scooter von der Polizei beschlagnahmen zu lassen, wollte sich das Unternehmen nicht äußern. Die Verantwortlichen teilten lediglich mit, dass sie sich «auf das Treffen mit den Behörden freuen».

In Montreal wurden ebenfalls E-Roller platziert

«Die Zahl der Kunden, die unseren Service in Luxemburg bereits genutzt haben, zeigt, dass es eine große Nachfrage gibt», erklärt Bird. Polfer hatte sich bereiterklärt, einen Kompromiss mit der Firma finden zu wollen.

Die elektrischen Tretroller werden bereits in etwa hundert Städten auf der ganzen Welt verliehen – unter anderem in Paris. In Montreal in Kanada wurden die Verleihstationen ebenfalls über Nacht aufgestellt.

(Nicolas Chauty/L'essentiel)

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