Polizei Luxemburg – Police Grand-Ducale darf Gummigeschosse nutzen

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Polizei LuxemburgPolice Grand-Ducale darf Gummigeschosse nutzen

LUXEMBURG – Die luxemburgische Polizei verfügt bei Großeinsätzen über unterschiedliche Mittel, um die Ordnung wieder herzustellen. Auch Druckluftwaffen sind im Arsenal.

In Frankreich sind Gummigeschosse derzeit in aller Munde. Seit Beginn der Gelbwesten-Demonstrationen vor vier Monaten setzte die Polizei die Abwehrwaffe im Nachbarland rund 10.000 Mal ein. Sie soll für zahlreiche schwere Verletzungen aufseiten der Demonstranten verantwortlich sein.

In Luxemburg verfügt die Polizei ebenfalls über «nicht tödliche Druckluftwaffen». Ob es sich dabei um ähnliche Waffen, wie in Frankreich handelt, wollte die Police Grand-Ducale auf Anfrage nicht bestätigen. Auch über die Art der Munition für die Druckluftwaffen macht die Luxemburger Polizei keine Angaben. Jedenfalls würden diese Waffen selten eingesetzt, «um nicht zu sagen nie», wie ein Polizeisprecher erklärt.

Polizei muss Massenschlägerei auflösen

Zur Aufrechterhaltung der Ordnung könne die Polizei des Landes auch auf «Pfefferspray, Tränengas, Wasserwerfer, gepanzerte Fahrzeuge oder Pferde» zurückgreifen. «Diese besonderen Mittel werden nicht willkürlich eingesetzt, ihr Einsatz ist streng geregelt», erklärt der Polizeisprecher. Sie könnten in bestimmten Fällen zusätzlich zu der persönlichen Grundausstattung (Gasmaske, Abwehrschild, Schlagstock) zum Einsatz kommen.

Vor einigen Tagen wurden Beamte der Police Grand Ducale Polizei in eine Schlägerei unter Fußballfans in Ettelbrück verwickelt. Am Ende prügelten etwa 70 Zuschauer aufeinander ein. Dabei kamen die Beamten ohne besondere Abwehrmittel aus. Dennoch sei bei solchen Einsätzen «der Einsatz von Schusswaffen zur Selbstverteidigung erlaubt.»

(Nicolas Chauty/L'essentiel)

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