Luxemburg – Police Grand-Ducale verzichtet auf Taser
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LuxemburgPolice Grand-Ducale verzichtet auf Taser

LUXEMBURG – Laut dem Minister für Innere Sicherheit, Étienne Schneider, beabsichtigt die Polizei derzeit nicht, ihre Beamten mit Elektroschockpistolen auszurüsten.

Der Minister behauptet, dass die Polizeibeamten bereits ausreichend bewaffnet sind.

Der Minister behauptet, dass die Polizeibeamten bereits ausreichend bewaffnet sind.

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Der Taser, der in Trier seit März 2017 getestet wird, habe es der dortigen Polizei ermöglicht, «gefährliche Situationen mit Kriminellen schnell zu entschärfen, ohne jemanden dabei zu verletzen». Warum sollte die Elektroschockpistole also nicht auch in Luxemburg getestet oder gar übernommen werden? Diese Frage richteten die Abgeordneten Marc Spautz und Léon Gloden an den Minister für Innere Sicherheit, Étienne Schneider (LSAP).

Schneider erklärte daraufhin, dass die Luxemburger Polizeibeamten bereits eine Schusswaffe, ein Ersatzmagazin, einen Schlagstock, Reizgas, Handfesseln, eine Taschenlampe sowie das Funkgerät mit sich tragen: «Der Platz am Gürtel ist begrenzt. Die Beamten müssen sich je nach Einsatz und rechtlichem Rahmen für vier Ausrüstungsgegenstände entscheiden.»

Taser erfordern eine Ausbildung

Außerdem betonte der Minister, dass die Bereitstellung neuer Ausrüstung und Waffen eine Ausbildung erfordere. Zurzeit seien die Beamten aber noch mit der Ausbildung an ihrer neuen Dienstwaffe beschäftigt. Daneben stünden Kurse zum Umgang mit gewaltbereiten Personen, zum Umgang mit den Schlagstöcken sowie Informationsveranstaltungen zu den neuen Polizeistrukturen auf dem weiteren Programm der Polizisten.

Die Police Grand-Ducale beabsichtige deshalb «derzeit nicht, eine zusätzliche Dienstwaffe einzuführen.» Allerdings werde sie die Ergebnisse und Schlussfolgerungen der Projekte unserer Nachbarländer aufmerksam verfolgen.

(mc/L'essentiel)

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