Griechenland – Polizei bändigt Chaoten auf Athens Straßen

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GriechenlandPolizei bändigt Chaoten auf Athens Straßen

Nach den wütenden Protesten gegen das Sparprogramm der Regierung herrscht nun wieder Ruhe in Athen. Die Polizei hat die Lage unter Kontrolle.

Bei den Protesten ging es in der Vergangenheit häufig gewaltsam zu.

Bei den Protesten ging es in der Vergangenheit häufig gewaltsam zu.

AFP

Nach den gewaltsamen Protesten gegen das griechische Sparpaket am Vorabend herrschte am Donnerstagmorgen auf den Straßen Athens wieder Ruhe.
Die Polizei hatte nach stundenlangen Zusammenstößen mit vermummten Autonomen die Ordnung wiederhergestellt.

Mindestens 60 Menschen seien leicht verletzt worden, berichtete das staatliche Fernsehen (NET). Tausende Menschen protestierten friedlich bis in die frühen Morgenstunden vor dem Parlament in Athen gegen das harte Sparprogramm der Regierung. Ministerpräsident Giorgos Papandreou wollte am heutigen Donnerstagnachmittag seine Regierung umbilden.

Zentrale Frage der Kabinettsumbildung ist, ob Finanzminister Giorgos Papakonstantinou im Amt bleiben wird. Ihm werfen viele vor, das erste Sparprogramm Griechenlands nicht korrekt in die Tat umgesetzt zu haben. Damit ist ein neues Sparprogramm nötig, das noch mehr Einschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger vorsieht. Papandreou will dann am Sonntag im Parlament die Vertrauensfrage stellen.

Verhandlungen gescheitert

Am Mittwoch waren Verhandlungen zur Bildung einer großen Koalition der regierenden Sozialisten mit der oppositionellen bürgerlichen Partei Nea Dimokratia (ND) geplatzt. Papandreou bot sogar seinen Rücktritt an, wenn dies die Bildung dieser breiteren und stärkeren Regierung leichter machen würde.

Oppositionschef Antonis Samaras knüpfte die Bildung einer so genannten Regierung der Nationalen Rettung daran, dass das neue harte Sparprogramm mit der EU und dem IWF neu ausgehandelt wird. Nach dem Scheitern der Verhandlungen forderte Samaras Neuwahlen.

Dafür gibt es aber keine Zeit. Griechenland muss schnell handeln und das neue 78 Milliarden Euro schwere Sparprogramm vom Parlament billigen lassen. Falls die nächste Tranche der EU-IWF-Hilfe in Höhe von zwölf Milliarden Euro nicht kommt, ist Griechenland nach den Worten seines Finanzministers Papakonstantinou Ende Juli pleite.

L'essentiel Online/sda

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