Telefonieren am Steuer – Polizei erwischt immer mehr Handy-Sünder

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Telefonieren am SteuerPolizei erwischt immer mehr Handy-Sünder

LUXEMBURG – Lappalie oder brandgefährlich? Die Luxemburger Polizei erwischt immer mehr Menschen beim Telefonieren am Steuer. Fest steht: Es ist nicht erlaubt.

Telefonieren, Rauchen - und vielleicht noch einen Kaffee dazu? «Nebentätigkeiten» während des Autofahrens sind nicht nur gefährlich - einige sind auch verboten.

Telefonieren, Rauchen - und vielleicht noch einen Kaffee dazu? «Nebentätigkeiten» während des Autofahrens sind nicht nur gefährlich - einige sind auch verboten.

dpa

Es ist im Großherzogtum nicht erlaubt – trotzdem scheinen immer mehr Autofahrer am Steuer zu telefonieren oder Nachrichten schreiben. 3117 wurden im vergangenen Jahr erwischt – das sind ein Drittel mehr als noch vor zwei Jahren: 2012 wurden gerade einmal 2343 Autofahrer beim Telefonieren oder Schreiben von Textnachrichten erwischt.

Obwohl sie nur einen kleinen Anteil der Verwarnungen darstellen, die die Polizei insgesamt ausgesprochen hat (rund 30.000), zeigt sich doch ein deutlicher Trend. «Wir haben die Daten noch nicht genau untersucht, aber die Zahlen lügen nicht», sagt Paul Hammelmann, Präsident der «Sécurité routière». Es sei schwer, die Anzahl der Unfälle abzuschätzen, die tatsächlich verursacht wurden, weil ein Fahrer telefoniert oder eine Textnachricht geschrieben hat.

Handys können tödliche Unfälle verursachen

«Tödliche Unfälle stehen mit der Nutzung eines Handys oft in Verbindung», sagt Thierry Fehr, Direktor der Verkehrspolizei. Allerdings führe meist eine Kombination verschiedener Faktoren zum Unfall.

Da die Polizei wegen der Konsequenzen der «schlechten Angewohnheiten» der Autofahrer in Luxemburg so besorgt ist, will sie noch in dieser Woche Kontrollen durchführen, die die Handynutzung am Steuer prüfen sollen. Thierry Fehr will zudem alle Fahrer an die Regeln erinnern: «Es ist verboten, das Telefon zu nutzen, während das Fahrzeug in Bewegung ist», sagt er. Dem Verkehrssünder droht eine Geldstrafe von 74 Euro. Zudem soll in Zukunft ein Punkt vom Führerschein abgezogen werden. Paul Hammelmann fordert sogar zwei Punkte Abzug. «Idealerweise würden auch die Freisprechanlagen verboten. Ein Fahrer kann sich nicht konzentrieren, wenn er telefoniert.»

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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