Nach Demo-Krawallen – Polizei ist bereit, die Vorgehensweise anzupassen

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Nach Demo-KrawallenPolizei ist bereit, die Vorgehensweise anzupassen

LUXEMBURG – Nach der Demonstration, die am Samstag eskalierte, wird die großherzogliche Polizei eine Untersuchung einleiten und möglicherweise ihre Organisation anpassen.

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<b>5. Dezember:</b>Philippe Schrantz, Generaldirektor der Polizei, Henri Kox, Minister für innere Sicherheit und Thierry Fehr, Einsatzleiter der Polizei, haben darauf hingewiesen, dass die Sicherheitsvorkehrungen angepasst werden könnten.

<b>5. Dezember:</b>Philippe Schrantz, Generaldirektor der Polizei, Henri Kox, Minister für innere Sicherheit und Thierry Fehr, Einsatzleiter der Polizei, haben darauf hingewiesen, dass die Sicherheitsvorkehrungen angepasst werden könnten.

<b>4. Dezember:</b> Am Rande der Demonstration gegen die Gesundheitsmaßnahmen versuchten die Demonstranten, in die Abgeordnetenkammer in Luxemburg einzudringen.

<b>4. Dezember:</b> Am Rande der Demonstration gegen die Gesundheitsmaßnahmen versuchten die Demonstranten, in die Abgeordnetenkammer in Luxemburg einzudringen.

Vincent Lescaut
Vincent Lescaut

«Das Recht zu demonstrieren ist unbestritten, aber was am Samstag in der Hauptstadt passiert ist, ist inakzeptabel», sagte Henri Kox (Déi Gréng), Minister für Innere Sicherheit, am Sonntag auf einer Pressekonferenz am Tag nach der Kundgebung gegen die Corona-Maßnahmen. Er verurteilte das Verhalten «einer kleinen Minderheit, die Vandalismus betrieben und die Bevölkerung verängstigt hat, insbesondere Familien, die auf dem Weg zum Weihnachtsmarkt waren».
Einige Demonstranten hatten sich gewaltsam Zutritt zum Weihnachtsmarkt verschafft, auf dem die 3G-Regeln gelten. Anschließend hätten Protestierende versucht, in das Abgeordnetenhaus einzudringen.

Das Polizeiaufgebot «war im Vorfeld der Demonstration aufgrund der uns bekannten Informationen verstärkt worden», sagt Philippe Schrantz, Generaldirektor der großherzoglichen Polizei. Genaue Zahlen zur Zahl der eingesetzten Beamten nannte Schrantz nicht. Nunmehr wurde innerhalb der Polizei eine Untersuchung eingeleitet, um zu analysieren, was am Samstag funktioniert hatte und was verbessert werden muss. «Die Ergebnisse werden so schnell wie möglich vorliegen, wahrscheinlich am Montag», so der Generaldirektor.

Keine Verletzten

Die Behörden sind zufrieden, dass es keine Verletzten gab. «In anderen ausländischen Ländern eskalieren Demonstrationen gegen Gesundheitsmaßnahmen regelmäßig und es kommt zu Verletzten. Zum Glück ist das bei uns noch nicht passiert», so Henri Kox. Das Ziel war es, «ein Gleichgewicht zu finden, ohne panisch zu reagieren», sagte Thierry Fehr, Einsatzleiter der Polizei. Die Minister Xavier Bettel und Corinne Cahen, vor deren Wohnhäusern sich ebenfalls erneut Protestierende versammelten, «befanden sich zum Zeitpunkt des Geschehens nicht zu Hause und wurden nicht gefährdet».

Bei einem solchen Ereignis hätten theoretisch das Tragen von Masken und Abstände vorgeschrieben werden müssen. Aber «diese Maßnahmen in diesem Kontext strikt durchzusetzen, ist sehr schwierig und kann sich sogar als kontraproduktiv erweisen», sagte Minister Kox. Es sei nicht ausgeschlossen, dass diese Anordnungen geändert werden, sagte Generaldirektor Schrantz mit Blick auf künftige Corona-Demonstrationen.

(JG/L'essentiel)

Das Profil der Demonstranten analysiert

Die Behörden analysieren derzeit die ihnen vorliegenden Informationen und versuchen, mehr über das Profil der gewalttätigsten Demonstranten zu erfahren. Ihre Zugehörigkeit zu radikalen Gruppen wurde nicht bestätigt. «Es gibt den Verdacht, dass es Einflüsse aus dem Ausland geben könnte, aber das ist noch nicht ganz klar», sagte Henri Kox.

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