Geiselnahme in Tunis – Polizei nimmt neun Verdächtige fest

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Geiselnahme in TunisPolizei nimmt neun Verdächtige fest

Einen Tag nach dem Terror-Anschlag auf das Nationalmuseum in Tunis hat die Polizei neun Männer verhaftet. Bei dem Attentat wurden 25 Menschen getötet.

epa04667718 Members of the Tunisian security services take up a position after gunmen reportedly took hostages near the country's parliament, outside the National Bardo Museum, Tunis, Tunisia, 18 March 2015. According to local reports eight people were killed, mostly tourists, and many more wounded when gunmen attacked the popular Bardo museum, allegedly taking others hostage as members of the security services deploy around the museum's buildings prior to entering them, allegedly trading fire with the militants inside. EPA/MOHAMED MESSARA +++(c) dpa - Bildfunk+++

epa04667718 Members of the Tunisian security services take up a position after gunmen reportedly took hostages near the country's parliament, outside the National Bardo Museum, Tunis, Tunisia, 18 March 2015. According to local reports eight people were killed, mostly tourists, and many more wounded when gunmen attacked the popular Bardo museum, allegedly taking others hostage as members of the security services deploy around the museum's buildings prior to entering them, allegedly trading fire with the militants inside. EPA/MOHAMED MESSARA +++(c) dpa - Bildfunk+++

DPA/Mohamed Messara

Die Polizei nach dem blutigen Terroranschlag auf das tunesische Nationalmuseum in Tunis hat neun Verdächtige festgenommen. Vier von ihnen stünden laut der Regierung «in direkter Verbindung» mit dem Attentat, fünf weitere würden verdächtigt, mit der verantwortlichen «Zelle» in Verbindung zu sein, erklärte die Präsidentschaft.

Mittlerweile hat sich die Zahl der Toten nach Angaben des tunesischen Gesundheitsministeriums weiter erhöht. Insgesamt 25 Menschen seien bei dem Angriff getötet worden, darunter 20 Urlauber, teilte das Ministerium am Donnerstag mit. Bei zwei Toten handele es sich um von Spezialeinheiten getötete Extremisten. Die Zahl der Verletzten stieg laut Gesundheitsministerium auf 47 an.

Ganze Nacht im Museum

Aufatmen konnten Angehörige eines spanischen Paares. Gemeinsam mit einem Tunesier harrte das Paar nach dem Angriff die gesamte Nacht im Museum aus. Sie seien erst am Donnerstag aus ihrem Versteck gekommen, berichtete der tunesische Radiosender Mosaique. Die Spanierin sei im vierten Monat schwanger.

Das Attentat war der schwerste Terroranschlag in Tunesien seit Beginn des arabischen Aufstands vor mehr als vier Jahren. Das Land ist der einzige arabische Staat, der seitdem den Übergang in die Demokratie geschafft hat. Gleichzeitig kämpft Tunesien mit Extremisten. Im Land kommt es immer wieder zu Gewalt zwischen radikalen Gruppen und Sicherheitskräften, vor allem in den Grenzgebieten.

Laut tunesischen Behörden handelte es sich bei den beiden getöteten Angreifern um die Tunesier Yassine Laabidi und Hatem Khachnaoui. Laabidi sei den Sicherheitsbehörden bekannt gewesen, sagte Premierminister Habib Essid am Donnerstag dem französischen Radiosender RTL ohne nähere Angaben zu machen. Bislang hat sich keine Terrorgruppe zu dem Anschlag bekannt.

(L'essentiel/dpa/sda)

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