In Frankreich – Polizei räumt Treibstoff-Blockade bei Marseille

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In FrankreichPolizei räumt Treibstoff-Blockade bei Marseille

Französische Polizisten haben am Dienstag die Blockade einer Raffinerie und eines Treibstofflagers bei Marseille geräumt. Die Beamten setzten dabei Tränengas ein.

Premierminister Manuel Valls hatte ein entschlossenes Handeln angekündigt, um eine Treibstoff-Knappheit zu verhindern.

Premierminister Manuel Valls hatte ein entschlossenes Handeln angekündigt, um eine Treibstoff-Knappheit zu verhindern.

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Französische Polizisten haben die Blockade einer Raffinerie und eines Treibstofflagers in der Nähe von Marseille geräumt. Die Beamten setzten am Dienstagmorgen Tränengas gegen Gewerkschaftsaktivisten ein, die seit einem Tag die Zugänge in Fos-sur-Mer blockierten.

Die Behörden begründeten das Vorgehen mit Widerstand: Die Aktivisten hätten Wurfgeschosse gegen die Polizisten gerichtet und Paletten sowie Reifen angezündet, sagte der Polizeipräfekt Laurent Nuñez dem Sender BFMTV.

Kritik von Gewerkschaft

Premierminister Manuel Valls hatte zuvor ein entschlossenes Handeln angekündigt, um eine Treibstoff-Knappheit zu verhindern. Der Funktionär Emmanuel Lépine der Gewerkschaft CGT warf den Behörden gewaltsames Vorgehen vor und sagte, das seien beinahe «Kriegsszenen».

Blockaden und Streiks gegen die umstrittene Arbeitsmarktreform hatten in den vergangen Tagen zu Versorgungsengpässen an Tankstellen geführt. Am Montag waren sechs von acht Raffinerien des Landes von den Aktionen betroffen, 20 Prozent der Tankstellen waren nach Angaben des Verkehrsstaatssekretärs Alain Vidalies geschlossen oder hatten große Versorgungsschwierigkeiten.

Auf den sozialen Medien nehmen einige Franzosen die Blockaden mit Humor. Le Monde-Karikaturist Plantu bringt die für Staatspräsident François Hollande derzeit geballte Problemansammlung auf den Punkt:

(L'essentiel/dpa)

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