Statistik 2022: Polizei registrierte 150 Straftaten am Tag – Rekord in Luxemburg

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Statistik 2022Polizei registrierte 150 Straftaten am Tag – Rekord in Luxemburg

LUXEMBURG – Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Kriminalität in Luxemburg deutlich gestiegen. Die Behörden haben am Mittwoch die Zahlen für vergangenes Jahr vorgestellt.

Nicolas Chauty
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Nicolas Chauty
Die Behörden haben die Verbrechensstatistik vorgestellt.

Die Behörden haben die Verbrechensstatistik vorgestellt.

Police Grand-Ducale

Täglich werden in Luxemburg laut Polizeistatistik 150 Straftaten begangen, die höchste Zahl, die jemals im Land erfasst wurde. Dies teilte die Polizei am Mittwoch in einer Pressekonferenz mit und verwies auf einen Anstieg von rund 27 Prozent innerhalb eines Jahres. Im vergangenen Jahr gab es 54.552 Übergriffe, im Vergleich dazu in 2021 nur 42.875. Vor fünf Jahren waren noch es lediglich 37.288 pro Jahr – pro Tag also «nur» etwa 100.

«Wir sind nicht überrascht», sagte der Minister für innere Sicherheit, Henri Kox, am Mittwoch und verwies auf einen Anstieg der Kriminalität in den Nachbarländern und ein noch höheres Niveau europaweit. Der Grünen-Politiker erklärte dies mit dem Ende der Pandemie und der Aufhebung der Corona Maßnahmen. «Mit der Rückkehr der Normalität bewegen sich die Menschen wieder freier im Alltag und geben den Kriminellen hierdurch die Möglichkeit, aktiv zu werden.» Die Behörden nähmen die Entwicklung sehr ernst. «Luxemburg ist immer noch ein sicheres Land», sagte er.

Neun Tötungsdelikte

Polizeidirektor Pascal Peters bestätigte, dass es einen Anstieg der Einbrüche und Diebstähle ohne Gewalteinwirkung gegeben habe, seit die Corona Einschränkungen aufgehoben worden seien. Im Vergleich dazu seien Gewalttaten innerhalb eines Jahres kaum angestiegen: von 505 auf 591. «Sie haben jedoch einen großen Einfluss auf das Sicherheitsempfinden», so Peters. Er bedauerte, dass diese eine große Medienpräsenz hätten. Die Täter seien in der Regel unter 25 Jahren.

Betreffend der gestiegenen Zahl an Tötungsdelikten von drei im Jahre 2021 auf neun im vergangenen Jahr erklärte er: «Es handelt sich um Einzelfälle mit einer besonderen Beziehung zwischen Täter und Opfer». Alle Fälle aus 2022 seien aufgeklärt worden.

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