Luxemburg in Feierlaune – Polizei zieht positive Endspiel-Bilanz

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Luxemburg in FeierlaunePolizei zieht positive Endspiel-Bilanz

LUXEMBURG – Die Polizei hat eine verhältnismäßig ruhige Finalnacht hinter sich. Zwar wurden in der Hauptstadt Polizisten verletzt – dennoch bliebt das Geschehen «im Rahmen».

60 Mal mussten Beamte der Police Grand-Ducale in der Nacht nach dem Finale zwischen Portugal und Frankreich ausrücken. In der Hauptstadt, wo Zehntausende feierten, kam es zu gleich zwei Einsätzen, die für die Beamten blutig endeten. Der erste Vorfall geschah in der Avenue de la Faiencerie, in der eine Person bei einem Gerangel mit einer zerbrochenen Flasche am Hals verletzt wurde. Als die Polizisten die Anzeige aufnehmen wollten, ging der Mann auf die Beamten los – und musste verhaftet werden.

Um 3.30 Uhr in der Nacht begleiteten Polizisten eine Gruppe freudetrunkener Fußballfans vom Boulevard d'Avranches zum Hauptbahnhof. Dabei versuchten die Fans immer wieder, den vorgegebenen Weg zu verlassen. Als die Polizeibeamten sie daran hindern wollten, wurden sie mit Steinen beworfen. Als die Polizisten dann versuchten, Steinewerfer festzunehmen, kam es zu einer Rangelei, bei der zwei Beamte durch Faustschläge ins Gesicht verletzt wurden. Drei Ultra-Fans wurden daraufhin festgenommen. In Differdingen und Esch wurde Feuerwerk auf der Straße gezündet, in Esch sprangen ekstatische Fans vor einer Kneipe offenbar auf Autos herum.

Insgesamt blieb es laut einem Sprecher der Police Grand-Ducale aber verhältnismäßig ruhig. «Es waren viele Leute in der Stadt, dennoch gab es nur ein, zwei schwerere Zwischenfälle», sagt er. Auch sei es zwischen den verschiedenen Fangruppierungen zu keinen Anfeindungen gekommen.

(L'essentiel)

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