In Gilsdorf – Polizist rettet sich durch Sprung vor Raser

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In GilsdorfPolizist rettet sich durch Sprung vor Raser

GILSDORF - Nur durch ein Sprung zur Seite konnte sich am Sonntag ein Luxemburger Polizist retten. Ein betrunkener Autofahrer war auf ihn zugesteuert.

In Gilsdorf wäre es am Sonntagabend fast erneut zu einer Tragödie gekommen. Beamte der Police Grand-Ducale waren gegen 19.30 Uhr gerade dabei, eine Alkoholkontrolle in der Rue Clairfontaine abzubauen, als ein betrunkener Autofahrer die Nerven verlor. Er scherte mit seinem Fahrzeug aus der Schlange der wartenden Fahrzeuge aus, um mit aufheulendem Motor zu überholen.

Die aufgeschreckten Polizisten gaben dem Mann per Handzeichen zu verstehen, dass er stehenbleiben solle. Dieser hielt stattdessen – ohne Rücksicht auf Verluste – voll drauf. Er steuerte geradewegs auf einen Polizisten zu. Nur durch einen Sprung zur Seite konnte sich dieser retten.

Mann stellt sich freiwillig

Die Kollegen nahmen sofort die Verfolgung auf – mussten sie aber gleich wieder abbrechen. Es sei zu gefährlich gewesen, weil viele Karnevalisten gerade vom Umzug zurückkamen, erklärt die Polizei am Montag. Stattdessen begaben sich die Beamten zur Wohnadresse des Flüchtigen, die sie über das Nummernschild ermitteln konnten.

Dort kam ihnen der Täter prompt entgegen – und flüchtete erneut. Dann schien jedoch Einsicht in den vernebelten Kopf einzukehren. Der Mann kam freiwillig zurückgefahren und stellte sich der Polizei.

Erst im vergangenen Jahr hatte ein ähnlicher Fall für Entsetzen gesorgt. Ein betrunkener und unter Drogeneinfluss stehender Mann überfuhr die Polizistin Yasmine Grisius. Im vergangenen Januar wurde der Täter zu vier Jahren Haft, zwei davon auf Bewährung ausgesetzt, verurteilt. Der Staatsanwalt hatte in dem Prozess die Frage aufgeworfen, warum viele Luxemburger Autofahrer nicht dazu lernten.

(pw/L'essentiel)

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