In Luxemburg – Polizist und Fluchtfahrer des Totschlags angeklagt

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In LuxemburgPolizist und Fluchtfahrer des Totschlags angeklagt

DIEKIRCH – Nach dem tödlichen Unfall, bei dem am 15. April 2018 bei Lausdorn ein Polizeibeamter ums Leben kam, erhebt die Staatsanwaltschaft nun Anklage.

14042018, Entre Hennerscheid et Weiswampach, N7, Collision entre 2 véhicules de police après une course poursuite, une policière est décédée et une autre grievement blessée, © Editpress/Fabrizio Pizzolante

14042018, Entre Hennerscheid et Weiswampach, N7, Collision entre 2 véhicules de police après une course poursuite, une policière est décédée et une autre grievement blessée, © Editpress/Fabrizio Pizzolante

Editpress/© Editpress/fabrizio Pizzolante

Fast ein Jahr nach den schrecklichen Ereignissen auf der N7 bei Lausdorn, hat die Staatsanwaltschaft nun Anklage erhoben. Ein Polizeibeamter wurde damals bei einem Unfall mit einem Kollegen getötet.

Zum einen wird der Fahrer, der sich der Kontrolle durch die Polizei entzogen hatte und flüchtete, wegen Totschlags, fahrlässiger Körperverletzung, Rebellion gegen die Staatsgewalt und Trunkenheit am Steuer angeklagt. Durch die Flucht vor der Polizei hatte er eine Verfolgungsjagd provoziert. Der Polizist, der das zweite Dienstauto fuhr – einen Transporter – und in den Wagen seines Kollegen krachte, wird ebenfalls wegen Totschlags und fahrlässiger Körperverletzung angeklagt. Die Polizistin, die bei dem Unfall schwer verletzt wurde, befindet sich laut Staatsanwaltschaft weiterhin in einem kritischem Zustand.

Bildstrecke: Luxemburger Polizist während Verfolgung getötet

Der Untersuchungsrichter hatte mehrere Gutachten angeordnet, darunter eine Autopsie des Polizisten. Zudem ein Gutachten, um den Alkoholspiegel des beteiligten Polizisten zu ermitteln – dieser war negativ, und ein zweites Gutachten für den flüchtigen Fahrer – dieser fiel positiv aus.

Ein Fachmann aus dem Ausland sollte Daten aus dem Auto des Angeklagten extrahieren, die Auswertung lieferte jedoch keine relevanten Ergebnisse. Desweiteren wertete ein weiterer Fachmann die in den Polizeifahrzeugen gespeicherten Daten aus, um den genauen Unfallhergang zu rekonstruieren.

Gericht entscheidet über weiteres Verfahren

Ein ärztliches Attest lieferte zudem Informationen über die Folgen des Unfalls für die schwer verletzte Polizistin, die sich noch immer im Krankenhaus befindet.

Das Gericht wird nun entscheiden, wann und welche Sachverhalten an die betreffenden Gerichte verwiesen werden und welche Personen für welche Straftaten angeklagt werden.

(sw/L'essentiel)

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