Nach Demonstration – Polizisten sollen Mann schwer misshandelt haben

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Nach DemonstrationPolizisten sollen Mann schwer misshandelt haben

LUXEMBURG - Luxemburgische Polizisten sollen einen Mann bis zur Bewusstlosigkeit misshandelt haben. Ihre Tat sollen sie gefilmt und mit Gelächter kommentiert haben.

Brutale Gewalt in einem im Verhör-Raum der luxemburgischen Polizei - davon berichtet der Radiosender 100,7.
Laut dem Radiobericht sollen die Polizisten einen afrikanischen Mann in ihrem Gewahrsam bis zur Bewusstlosigkeit misshandelt haben. Ihre Tat sollen sie mit dem Handy gefilmt haben - und dabei sollen die Beamten gelacht haben.

Der Mann wurde von der Polizei laut 100,7 am 5. Juni nach einer Demonstration auf dem Kirchberg festgenommen. Die Protestaktion, der sogenannte «Freiheitsmarsch», wollte auf die Lage von Flüchtlingen in Europa aufmerksam machen - doch die Situation eskalierte.

Demonstranten versuchten, in das Konferenzzentrum einzudringen und malten mit Farbe an das Gebäude. Die Polizei räumte schließlich das Gelände - und nahm 13 Demonstranten fest, die sich offenbar widersetzten.

Einer dieser Demonstranten - ein Mann aus dem Tschad - soll laut 100,7 später in Polizeigewahrsam misshandelt worden sein. Laut dem Radiobericht packten die Polizisten ihn in einem Verhörraum am Hals und verdrehten ihm danach den Arm so sehr hinter den Rücken, dass er vor Schmerzen das Bewusstsein verlor. Ihre Tat sollen die Beamten mit einem Handy gefilmt haben - und sie sollen dabei gelacht haben.

Die Police Grand-Ducale will sich zu den schweren Vorwürfen nicht äußern. «Es gibt von uns kein Statement», sagt Polizeisprecher Vic Reuter gegenüber L'essentiel. Reuter räumt jedoch ein, dass ein Ermittlungsverfahren läuft: «Die Generalinspektion der Polizei wurde von der Staatsanwaltschaft beauftragt, zu ermitteln.»

(sen/L'essentiel)

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