Hacker – Porno-Grüße aus Moskau

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HackerPorno-Grüße aus Moskau

Vor einem Jahr sorgte ein Porno-Clip auf Großbildschirmen am Straßenrand für große Augen bei den Autofahrern Moskaus. Der verantwortliche Hacker wandert nun für 18 Monate in den Knast.

Hacker-Scherz: Die Ringstraße in Moskau mutierte zum Open-Air-Porno-Kino. (Bild: Keystone)

Hacker-Scherz: Die Ringstraße in Moskau mutierte zum Open-Air-Porno-Kino. (Bild: Keystone)

Anfang 2010 ließ ein Unbekannter einen Porno-Streifen auf zwei riesigen Reklamebildschirmen am Rande des Moskauer Schnellstrassenrings laufen. Die ungewöhnliche Video-Berieselung hatte zur Folge, dass sich vor den Bildschirmen Autokolonnen bildeten und die mehrspurige Strasse zum Open-Air-Porno-Kino mutierte. Der Betreiber der Werbetafeln vermutete damals Konkurrenten oder Computer-Hacker hinter der Attacke. Mit der zweiten Vermutung traf er ins Schwarze, wie sich nun herausgestellt hat.

War nur ein «schlechter Scherz»

Ein Jahr nach dem Vorfall ging der Missetäter den russischen Ermittlern ins Netz. Beim Hacker handelt es sich um den 40-jährigen Igor Blinnikov aus Novorossiysk, einer Stadt rund 1200 Kilometer südlich von Moskau gelegen. Blinnikov bezeichnet seine Aktion heute als «schlechten Scherz». Die russische Justiz teilt Blinnikovs Ansicht von Humor augenscheinlich nur bedingt. Die nächsten 18 Monate wird er in einem russischen Gefängnis verbringen.

Die relativ harte Strafe könnte mit einer Vorstrafe in Verbindung stehen. Wie der IT-Blog ubergiszmo.com schreibt, wurde Blinnikov schon früher zu viereinhalb Jahren Strafarbeit verdonnert, weil er versucht hatte, Marihuana zu verkaufen.

(L'essentiel online mit owi)

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