Paris – Porsche-Fahrer bekommt 100 Denkzettel verpasst
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ParisPorsche-Fahrer bekommt 100 Denkzettel verpasst

Was passiert, wenn sich linken Demonstranten ein Luxuswagen in den Weg stellt? Ein Porsche-Fahrer erhielt am Rande der 1. Mai-Kundgebung in Paris eine deutliche Lektion.

Beim traditionellen 1. Mai-Aufmarsch in Paris ist ein sorgloser Porsche-Fahrer Opfer einer «Sticker-Attacke» geworden. Der Besitzer hatte seinen Sportwagen mitten auf der geplanten Route der Kundgebung geparkt – im Nachhinein musste er feststellen, dass dies keine wahnsinnig brillante Idee war.

Als der Mann zu seinem Auto zurückkam, warteten bereits einige Journalisten auf ihn. Der Porsche war mit Dutzenden Aufklebern verziert worden, auf Twitter kursierten bereits Fotos des «Straßen-Kunstwerks». Auf dem Luxusgefährt hatten sich offenbar viele Anhänger des ultralinken und antikapitalistischen Präsidentschaftskandidaten Jean-Luc Mélenchon verewigt, wie Le Parisien meldet.

An der Demonstration zum 1. Mai in Paris nahmen laut Schätzungen der Polizei etwa 30.000 Menschen teil – drei Mal so viele wie im vorigen Jahr. Die Stimmung in Frankreich ist wenige Tage vor der Präsidenten-Stichwahl zwischen dem Pro-Europäer Emmanuel Macron und der Nationalistin Marine Le Pen aufgeheizt. Am Montag kam es am Rande des Maiaufmarschs zu gewalttätigen Ausschreitungen. Vier Polizisten wurden auf der Place de la Bastille durch Molotow-Cocktails zum Teil schwer verletzt. Le Parisien berichtete über fünf Verhaftungen.

(jt/L'essentiel)

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