Ausstellung – Portugiesen Luxemburgs im Fokus der Kamera
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AusstellungPortugiesen Luxemburgs im Fokus der Kamera

LUXEMBURG – Eine Ausstellung in Lissabon widmet sich den in Luxemburg lebenden Portugiesen. Vier Fotografen aus dem Großherzogtum zeigen ihre Werke.

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«Recriar» ist portugisisch und bedeutet auf Deutsch so viel wie «wiederherstellen». Und genau das ist das Ziel der von Atena Abrahimia auf den Weg gebrachten Ausstellung – die Atmosphäre eines Ortes wiederherstellen. Sie rückt die Werke von vier luxemburgischen Fotografen ins Rampenlicht, die das Leben der portugiesischen Gemeinde im Großherzogtum zeigen. Die Fotoschau der Tochter von «Luxemburger Portugiesen» ist bis zum 30. Juni in Lissabon zu sehen.

«Ich bin von den portugiesischen Auswanderern begeistert – von der ersten Auswanderungswelle im Salazar-Regime sis zum großen Strom von 2008. Heutzutage stellen die Portugiesen 16 Prozent der Bevölkerung Luxemburgs dar», erklärt Abrahimia.

Der große Triumph bei der Euro 2016

Paulo Lobo ist einer der Fotografen, dessen Werke zu sehen sind. Sie sind unter dem Titel «Coração de Aço» zusammengefasst und zeigen Porträts portugiesischer Familien, die seit mehereren Generationen in Differdingen leben. «Wenn man genau hinhört, fühlt man sich in Differdingen manchmal wie in Portugal», lächelt der Künstler.

In seiner «Campeão»-Serie hat Sven Becker die Freude der Portugiesen aus Luxemburg nach dem Gewinn der Fußball-Europameisterschaft 2016 eingefangen. Mit «Saudade» zeigt Bruno Oliveira Szenen aus dem portugiesischen Privatleben in den Wohnungen. Jessica Theis porträtiert zwei Einwandererfamilien.

(Émilie Étienne/L'essentiel)

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