Rheinland-Pfalz – Posse um TV-Debatte - Lewentz ersetzt Dreyer

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Rheinland-PfalzPosse um TV-Debatte - Lewentz ersetzt Dreyer

Landeschefin Dreyer wollte nicht mit der AfD debattieren, daraufhin sagte auch CDU-Spitzenkandidatin Klöckner ab. Jetzt könnte die Fernsehrunde beim SWR doch stattfinden.

SPD-Chef Lewentz soll statt Dreyer an der TV-Debatte im SWR teilnehmen.

SPD-Chef Lewentz soll statt Dreyer an der TV-Debatte im SWR teilnehmen.

DPA/Thomas Frey

Die SWR-Fernsehdebatte vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz könnte überraschend doch stattfinden. Die SPD will Landeschef Roger Lewentz anstelle von Ministerpräsidentin Malu Dreyer in die TV-Debatte schicken. Nach Informationen des Mediendienstes kress.de und der Deutschen Presse-Agentur wollte die Partei dem Südwestrundfunk (SWR) einen entsprechenden Vorschlag machen. Die Diskussionsrunde ist für den 10. März drei Tage vor der Wahl geplant. Die SPD wollte am Mittwochnachmittag dazu Stellung nehmen.

Die TV-Debatte stand zuletzt auf der Kippe, weil Dreyer nicht an Talkrunden teilnehmen will, wenn auch Vertreter der rechtskonservativen Alternative für Deutschland (AfD) dabei sind. Daraufhin lud der SWR nur die Spitzenkandidaten von SPD, CDU und Grünen zu der Diskussion ein. Die Vertreter von AfD, FDP und Linker sollten im Anschluss per Interviews eingespielt werden.

Überraschende Teilnahme von Lewentz

CDU-Landeschefin Julia Klöckner sagte deshalb ihre Teilnahme ab. Danach startete SWR-Intendant Peter Boudgoust einen letzten Versuch und bat die Parteien, ihre Positionen noch einmal zu überdenken.

Das Angebot der Teilnahme von SPD-Landeschef Lewentz gilt als Überraschung, weil die Parteispitze zuvor geschlossen die Haltung von Dreyer vertreten hatte. So hatte Lewentz am Donnerstag vergangener Woche bei einer Veranstaltung in Bingen gesagt: «Wir machen aber die Spitzendiskusison mit einem Vertreter der AfD nicht mit.» Als Begründung sagte er: «Die wollen dieses System kaputtmachen.»

Eine Reaktion von CDU-Spitzenkandidatin Klöckner stand zunächst noch aus. Sie hatte ihre Absage in der vergangenen Woche damit erklärt, dass sie nicht an einer auf drei Parteien reduzierten «Elefantenrunde» mit SPD und Grünen teilnehmen wolle und der SPD Einflussnahme auf den öffentlich-rechtlichen SWR vorgeworfen. Die SPD und der Sender hatten dies zurückgewiesen.

(L'essentiel/dpa)

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