Verkehr in Luxemburg – Prämien für E-Autos wurden erneuert
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Verkehr in LuxemburgPrämien für E-Autos wurden erneuert

LUXEMBURG – Umweltministerin Carole Dieschbourg hat am Mittwoch die Neugestaltung des Programms «Clever fueren» vorgestellt, das bis zum 31. März 2022 andauern soll.

Laut Carole Dieschbourg wurden die Prämien  mit einem ökologischen, aber auch einem sozialen Anspruch erweitert.

Laut Carole Dieschbourg wurden die Prämien mit einem ökologischen, aber auch einem sozialen Anspruch erweitert.

L'essentiel

«Die Prämien wurden mit einem ökologischen, aber auch einem sozialen Anspruch erweitert», sagte Umweltministerin Carole Dieschbourg (Déi Gréng) am Mittwoch bei der Vorstellung des überarbeiteten Förderprogramms «Clever fueren». Bis zum 31. März 2022 bleibt die Beihilfe auf 8000 Euro für den Kauf eines 100 prozentigen Elektroautos festgelegt, sofern dessen Verbrauch 18 Kilowattstunden auf 100 Kilometer nicht überschreitet. Darüber hinaus reduziere sich die Prämie auf 3000 Euro, es sei denn, das leistungsstärkere Fahrzeug hat mindestens sieben Sitze.

Zudem gebe es einen Bonus bis zu 600 Euro, für Elektro-Transporter, und E-Bikes, sowie für Plug-in-Hybridfahrzeuge. Für letztere laufe die 1500-Euro-Prämie am Jahresende aus, denn «ihre Ökobilanz ist nicht so gut», sagt Carole Dieschbourg. Von nun an können alle Prämien aus dem Einkauf bezogen werden, «was eine soziale Maßnahme darstellt», so die grüne Ministerin.

Verbesserungen an den Batterien

Für das Programm «Clever fueren» ist ein Budget von 58 Millionen Euro vorgesehen. Ziel sei es, die nachhaltige Mobilität zu fördern, und somit den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Derzeit haben nur 3 bis 4 Prozent der in Luxemburg zugelassenen Fahrzeuge mindestens einen teilweise elektrischen Antrieb. Die Regierung setzt auf Anreize und die schnelle Erneuerung der Autos, um diese Quote bis 2030 auf 49 Prozent zu erhöhen, so das am Mittwoch verkündete Ziel.

Carole Dieschbourg wich der immer wieder geäußerten Kritik an Elektrofahrzeugen nicht aus. Obwohl sie «die grüne Energie, die wir in Luxemburg haben können» lobte, räumte sie ein, dass «wir noch an der Frage der Batterien und an den fairen Produktionsbedingungen im Produktionsprozess arbeiten müssen». Sie sagte, dass diese Fragen derzeit auf europäischer Ebene diskutiert werden. «Batterien müssen recycelt werden, und das gilt auch für elektronische Geräte. Aber all dies sollte uns nicht davon abhalten, uns in Richtung nachhaltige Mobilität zu bewegen», gab sie zu bedenken.

(jg/L'essentiel)

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