Luxemburg – Preise im Parkhaus Gernsback explodieren
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LuxemburgPreise im Parkhaus Gernsback explodieren

LUXEMBURG – Wer den ganzen Tag in Parkhaus Gernsback in Kirchberg parken will, muss ab dem 1. Februar 15 Euro statt bisher fünf Euro zahlen.

Autofahrer müssen im Parkhaus Gernsback künftig tief in die Tasche greifen.

Autofahrer müssen im Parkhaus Gernsback künftig tief in die Tasche greifen.

L'essentiel/Vincent Lescaut

«Das ist unannehmbar, das ist eine Erhöhung um 300 Prozent», beklagt Philippe, der im Stadtteil Kirchberg in Luxemburg arbeitet. Ab dem 1. Februar wird der Tagestarif im Parkhaus Gernsback (595 Stellplätze) von fünf Euro auf 15 Euro pro Tag erhöht. «Das ist ein exorbitanter Preis», empört sich David, ein anderer Nutzer des Parkhauses. «Das ist verrückt», findet auch Kevin. «Das erste und letzte Mal, dass ich hier parke», kommentiert Nicolas.

Der Fonds Kirchberg, der Eigentümer des Parkhauses, erklärte auf Anfrage, dass der Tarif von fünf Euro pro Tag ein Einführungspreis gewesen sei, der «zu niedrig» war, um langfristig wirtschaftlich tragfähig zu sein. Das Parkhaus ist seit Mai 2021 nutzbar. «Der Preis für ein Monatsabonnement liegt seit der Eröffnung des Parkhauses bei 250 Euro inkl. MwSt. und wird bei diesem Tarif bleiben», fügt die öffentliche Einrichtung hinzu, die für die Urbanisierung und Entwicklung des Plateau de Kirchberg zuständig ist. «Die Preise für das Parken im Parkhaus Gernsback werden weiterhin im Durchschnitt der gebührenpflichtigen Parkhäuser in Kirchberg liegen.

Für viele Nutzer ist das Parkhaus durch die drastische Preiserhöhung aber keine Option mehr. Clément erklärt: «Meine Firma übernimmt die Parkgebühren nicht. Das kostet mich derzeit 105 EUR pro Monat. Ich werde gezwungen sein, eine andere Lösung zu finden, beispielsweise auf den Auchan-Parkplatz zu fahren und mein Auto alle zwei Stunden umzustellen. Aber das wird mich bei meiner Arbeit behindern». David plant, auf dem Außenparkplatz Konrad Adenauer zu parken, der fünf Euro pro Tag kostet. «Ich muss dann allerdings den Bus nehmen, um zu meiner Arbeitsstelle zu gelangen. So habe ich täglich eine Stunde mehr Fahrzeit mit Wartezeit», bedauert er.

(ol/L'essentiel)

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