Inflation im Februar – Preise ziehen in Luxemburg spürbar an

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Inflation im FebruarPreise ziehen in Luxemburg spürbar an

LUXEMBURG – Im Februar ist die Inflation gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Prozent gestiegen. Das liegt vor allem an der Preisentwicklung des Benzins.

Die Benzinpreise haben großen Einfluss auf das Gesamtniveau.

Die Benzinpreise haben großen Einfluss auf das Gesamtniveau.

AFP

Über mehrere Jahre war die Inflationsrate in Luxemburg sehr niedrig oder fast bei Null. Im Februar 2017 sind die Preise im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres um 1,8 Prozent gestiegen. Gegenüber Januar erhöhten sich die Preise um 1,4 Prozent. Das teilte die Statistikbehörde Statec am Mittwoch mit.

Wie es oft der Fall ist, haben die Treibstoffpreise einen erheblichen Einfluss auf das Gesamtniveau der Preise: Mineralölprodukte kosten 15,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Das spüren nicht nur Autofahrer sondern auch Haushalte, die mit Öl heizen. Laut Statec ist der Benzinpreis in einem Jahr um 15,7 Prozent gestiegen, der des Diesels sogar um 18,4 Prozent.

Schnellere Indexierung?

Aber auch in anderen Bereichen zogen die Preise stark an – zum Teil auch «aufgrund der Indexierung der Löhne», die am 1. Januar 2017 passierte. Besonders davon betroffen sind die Kosten für Friseurbesuche, Pflegeheime, Wohnraum und Transport. Die Preise für Kleidung und Schuhe schossen im Vergleich zum Vormonat um ganze 18,4 Prozent in die Höhe. Wie die Behörde mitteilte, sind fast nur die Preise für Kommunikation billiger geworden – um 1,4 Prozent gegenüber dem Februar 2016 und um 0,92 Prozent gegenüber dem Januar 2017.

Für das Gesamtjahr rechnet Statec mit einer Inflation von 1,8 Prozent. In den letzten Jahren fiel die Teuerungsrate sehr viel kleiner aus: 0,2 Prozent im Jahr 2016 (Schätzung), 0,5 Prozent im Jahr 2015 und 0,6 Prozent im Jahr 2014. Die nächste Indextranche könnte also um einiges schneller kommen als die Vorherige, die sich um mehr als drei Jahren verzögert hatte.

(Joseph Gaulier/L'essentiel)

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