Nach Belästigungsvorwürfen: Premier-League-Profis bekommen Sex-Nachhilfe

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Nach BelästigungsvorwürfenPremier-League-Profis bekommen Sex-Nachhilfe

Spieler der Premier-League wurden in der jüngeren Vergangenheit immer wieder mit Belästigungsvorwürfen konfrontiert. Nun reagiert die Liga.

Die Profis der englischen Premier-League müssen zur neuen Saison an Schulungen für Sex-Beziehungen teilnehmen.

Die Profis der englischen Premier-League müssen zur neuen Saison an Schulungen für Sex-Beziehungen teilnehmen.

IMAGO Images

Wie die «Sun» berichtet, müssen die Stars der höchsten englischen Spielklasse zur neuen Saison Schulungen besuchen. Dabei sollen der richtige Umgang mit sexuellen Beziehungen und das Erkennen sexueller Belästigung thematisiert werden. Der englische Verband reagiert damit auf Belästigungsvorwürfe gegen Profis in der letzten Zeit.

Sollten Vereine das neue Training missachten, drohen ihnen Disziplinarmaßnahmen.

Positive Reaktionen von Frauenrechtlern

Die englische Frauenrechtlerin Shaista Aziz drängte schon lange auf solche Maßnahmen. Die 44-Jährige begrüßt die Entscheidung: «Wir freuen uns, dass die Premier League den Aktionsplan angenommen hat, den wir in unserem offenen Brief an sie und die FA geschickt haben. Dies ist ein erster wichtiger und längst überfälliger Schritt in die richtige Richtung. Wir brauchen jedoch mehr Transparenz darüber, wie diese neuen Leitlinien umgesetzt werden.»

Darüber hinaus ruft sie den Fußballverband weiterhin zum Handeln auf: «Wir fordern die FA auf, sich dringend mit der Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt im Fußball zu befassen. Es ist inkonsequent und unvorstellbar, dass im Jahr 2022 ein bekannter Fußballspieler dieser schweren Verbrechen beschuldigt wird und sein Arbeitgeber sagt: ‹Es ist in Ordnung, er kann weiter zur Arbeit gehen›. Das ist ungeheuerlich.»

Sex-Schulungen bereits in Jugendakademien

Solche Schulungen sind für den englischen Fußball nichts Ungewöhnliches. Bisher wurden allerdings nur Spieler von Nachwuchsakademien beziehungsweise Athleten der U14 bis zur U23 Mannschaft auf diesem Gebiet sensibilisiert.

(L'essentiel/red)

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