Missbrauch – Priester wegen «Unsittlichkeit» vor Gericht
Publiziert

MissbrauchPriester wegen «Unsittlichkeit» vor Gericht

LUXEMBURG - Das Erzbistum hat einen seiner Priester wegen «unsittlichen Vergehens» suspendiert. Der Mann muss sich heute vor Gericht verantworten.

Ein Luxemburger Priester hat sich wegen «unsittlichen Vergehens» an einer minderjährigen Person selbst angezeigt.

Ein Luxemburger Priester hat sich wegen «unsittlichen Vergehens» an einer minderjährigen Person selbst angezeigt.

Ein Priester im Verhörzimmer der Luxemburger Polizei: Die Staatsanwaltschaft befasst sich derzeit mit einem Geistlichen aus dem Erzbistum Luxemburg. Der Mann wird wegen eines «unsittlichen Vergehens an einer minderjährigen Person» verhört - so heißt es in einer Pressemitteilung des Erzbistums Luxemburgs.

Der Mann hat sich selbst bei der Polizei angezeigt und wurde kurz darauf von Erzbischof Jean-Claude Hollerich von seinen Diensten suspendiert. «Zu den Details und Umständen können wir keine Auskunft geben», erklärte Bistumssprecher Roger Nilles gegenüber L'essentiel.

Der Priester soll bereits heute Morgen einem Richter vorgeführt worden sein. Laut Staatsanwaltschaft liegt keine Vergewaltigung vor sondern ausschließlich ein «Sittlichkeitsverbrechen». Auch das kann aber mit einer Haftstrafe von einem bis fünf Jahren bestraft werden - oder einer Geldstrafe von bis zu 50.000 Euro.

Die minderjährige Person ist laut Erzbistum mittlerweile volljährig.

(sen/L'essentiel)

Deine Meinung