Streamingstarts Januar – Prime-Serie begleitet Menschen mit Autismus
Publiziert

Streamingstarts JanuarPrime-Serie begleitet Menschen mit Autismus

Schauspieler auf dem Spektrum übernehmen die Hauptrollen, außerdem gibt's eine wiedervereinte All-Female-Hip-Hop-Crew – das erwartet dich diese Woche auf den Streamingdiensten.

«As We See It»

Violet (Sue Ann Pien), Jack (Rick Glassman) und Harrison (Albert Rutecki) sind Mitte Zwanzig, wohnen in einer WG und gehen zusammen durch alle Struggles. Während Jack bei seinem Job in einem Verlagshaus mit seinem Tech-Wissen glänzt, fällt es ihm schwer, beim Arbeiten Freunde zu finden. Seine direkte Art wird oft missverstanden.

Auf dem Spektrum

Harrison ist süchtig nach Fernsehen und hat damit zu kämpfen, die Wohnung zu verlassen. Draußen wird er von den Geräuschen oft reizüberflutet. Bei ihrem Job in einem Fast-Food-Resti flirtet Violet gerne mit den Kunden, ihr größter Wunsch ist es nämlich, jemanden zu daten. Was die drei vereint: Sie befinden sich alle auf dem Autismus-Spektrum.Oft werden autistische Figuren mit Menschen besetzt, die neurotypisch, also nicht auf dem Spektrum sind. Das will «As We See It» anders machen: Die Serie soll authentisch und nah an der Lebensrealität der Community bleiben, das war Jason Katims, der hinter der Serie steckt, wichtig. Die beiden Hauptdarsteller Glassman und Rutecki sowie die Hauptdarstellerin Pien befinden sich selbst auf dem autistischen Spektrum.

Katims’ Antrieb

Der Anstoß zur Serie entstand durch Katims Familie: «Ich habe einen Sohn, der auf dem Spektrum ist», sagt er zur «New York Post». Als der Sohn älter wurde, gab es wenige Serien, die diese Realität abbildeten.

«Es ist für mich sehr persönlich, diese einzigartige Geschichte darüber zu erzählen, wie es ist, als Person mit Autismus erwachsen zu werden», so Katims in einer Pressemitteilung.

«As We See It» gibt's auf Amazon Prime.

«Queens»

In der Hip-Hop-Serie «Queens» dreht sich alles um die Nasty Bitches: Die Band hat mit ihren Rap-Lyrics die Szene aufgemischt. Sie wurden als Königinnen des Hip-Hops bezeichnet und für ihre Musik gefeiert – seither sind zwanzig Jahre vergangen und die Frauen haben sich aus den Augen verloren.

Inzwischen sind Brianna (Eve J. Cooper), Naomi (Brandy Norwood), Jill (Naturi Naughton) und Valeria (Nadine Velazquez) in ihren Vierzigern – manche sind Mütter, bei anderen will die Karriere als Singer-Songwriterin oder TV-Moderatorin einfach nicht mehr richtig ins Rollen kommen.

Kehren die Nasty Bitches zurück?

Eine zweite Chance könnte die vier wieder vereinen: Als eine junge Rapperin den größten Hit der Nasty Bitches sampelt, beginnen die Frauen über ein Comeback nachzudenken.

Für Naomi ist klar: «Wir brauchen kein Publikum, wir brauchen keine Bühne, aber wir brauchen einander.»«Queens» gibt's auf Disney+.

(L'essentiel/Alisa Fäh)

Deine Meinung