Gerichtsurteil – Projekt Fixerstube muss von vorne beginnen

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GerichtsurteilProjekt Fixerstube muss von vorne beginnen

LUXEMBURG - Das Luxemburger Verwaltungsgericht hat am Donnerstag der Errichtung einer Fixerstube in Hollerich einen Riegel vorgeschoben.

Die geplante Fixerstube in der Haupstadt liegt zu nahe an der Zentrale des Maschinenbauers Paul Wurth.

Die geplante Fixerstube in der Haupstadt liegt zu nahe an der Zentrale des Maschinenbauers Paul Wurth.

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Das Luxemburger Innenministerium und die Stadt Luxemburg haben im Prozess um die Einrichtung einer Fixerstube in Hollerich einen Rückschlag erhalten. Das Verwaltungsgericht hat einer Klage des Unternehmers Paul Wurth stattgegeben, der wegen der geplanten Einrichtung in unmittelbarer Nähe zu seiner Firmenzentrale in Berufung gegangen war.

«Das Verwaltungsgericht setzt die schriftliche Modifikation des allgemeinen Bebauungsplans (PAG) aus», heißt es in der Mitteilung des Gerichts. Mit dem Urteil wurde also das Vorhaben der Gemeinde und des Innenministeriums teilweise für nichtig erklärt. Die Hauptstadt plant bereits seit Längerem die Eröffnung einer Fixerstube im Bereich des Bahnhofs, also einen Konsumraum für Drogenabhängige. Das Innenministerium hatte bereits genehmigt, das vorgesehen Grundstück umzugestalten.

Das sei ein sehr harter Schlag, sagte Sozialpolitikerin Viviane Loschetter (Déi Gréng) nach der Bekanntgabe. «Wir brauchen diese Einrichtugn für Süchtige und für die Anwohner in diesem Gebiet.» Nun müssen die Behörden wieder von vorne anfangen und wohl nach einem neuen Standort für die Fixerstube Ausschau halten.

(Jérôme Wiss/L'essentiel)

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