Strauss-Kahn vor Gericht – Prostituierte ziehen Zuhälterei-Vorwurf zurück
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Strauss-Kahn vor GerichtProstituierte ziehen Zuhälterei-Vorwurf zurück

Überraschende Wende im Zuhälterei-Prozess um Dominique Strauss-Kahn: Zwei Escortgirls ziehen ihre Anklage zurück. Sie haben nicht genug Beweise.

Kurz vor dem Ende des Zuhälterei-Prozesses gegen den früheren IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn alias DSK haben mehrere Nebenkläger ihre Klagen gegen den 65-Jährigen zurückgezogen. Vor dem Gericht im nordfranzösischen Lille gaben dies der Anwalt der Prostituierten Jade und Mounia sowie der Anwalt einer Vereinigung gegen Zuhälterei bekannt.

DSK habe von den beteiligten Prostituierten gewusst, sagte einer der Anwälte am Montag während des Prozesses. Dies reiche aber nicht aus, um Zuhälterei zu begründen, meinte Anwalt David Lepidi.

DSK dementiert stets

Der frühere Generaldirektor des Internationalen Währungsfonds (IWF) und einstige Spitzenpolitiker der französischen Sozialisten, Strauss-Kahn, bestritt während des Prozesses nie die Teilnahme an den Sexpartys. Er blieb aber dabei, dass er die Treffen nicht organisiert und nicht gewusst habe, dass es sich bei den Frauen um Prostituierte handelte.

Im Prozess, der am Freitag zu Ende gehen soll, werden Strauss-Kahn und 13 weitere Angeklagte der schweren Zuhälterei beschuldigt. Sie sollen ausschweifende Sexpartys mit Prostituierten unter anderem in Paris, Brüssel und Washington organisiert haben.

(L'essentiel/sda/kle)

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