Ausbau – Protestmarsch gegen Tanklager in Mertert

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AusbauProtestmarsch gegen Tanklager in Mertert

GREVENMACHER - Die Menschen in Grevenmacher, Mertert und Tremmels treffen sich am Samstag zu einem Protestmarsch. Grund ist der geplante Ausbau des Tanklagers.

Am Samstag gibt es einen Protestmarsch gegen den Ausbau der Tanklager im Hafen von Mertert.

Am Samstag gibt es einen Protestmarsch gegen den Ausbau der Tanklager im Hafen von Mertert.

Herve Montaigu

Der Beschluss wurde bereits 2010 gefasst, doch die Stimmung ist seither gereizt. Wenn es um die Vergrößerung des Tanklagers im Hafen von Mertert geht, kocht die Bürgerseele in den betroffenen Gemeinden Grevenmacher, Mertert-Wasserbillig und dem deutschen Ort Tremmels.

Die Tanklager sollen künftig 150.000 Kubikmeter fassen. Bislang waren es knapp 63.000 Kubikmeter. Mehr Schiffe, mehr Lärm - das wollen die Einwohner entlang der Mosel nicht hinnehmen. Am Samstag gibt es nun ab 14 Uhr eine Kundgebung am «Schweinsmarkt». Dann folgt ein Protestmarsch Richtung Hafen.

Bürgermeister will Bau verhindern

Einer der größten Gegner des Projektes ist Léon Gloden (CVS), der Bürgermeister von Grevenmacher. Er habe zwar nicht die rechtlichen Mittel, um das Projekt zu verhindern, aber eine Baugenehmigung für die Tanks wolle er nicht erteilen, sagte Gloden.

Die neuen Tanks sollen in einem Abstand von weniger als 150 Meter zu den Wohnhäusern errichtet werden. «Das ist sehr gefährlich», meint der Bürgermeister. Außerdem befürchtet er, dass dieses Projekt nicht das Ende von neuen Tanks im Hafen sei.

(Patrick Théry und Thomas Holzer)

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