Bommeleeër-Affäre – Prozess über mysteriöse Anschläge kommt

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Bommeleeër-AffäreProzess über mysteriöse Anschläge kommt

LUXEMBURG - Fast 30 Jahre nach einer mysteriösen Anschlagsserie, die das ganze Land in Atem gehalten hat, soll es nun doch zum Prozess kommen.

Vor dem Luxemburger Gericht wird es zur Verhandlung über eine mysteriöse Anschlagsserie in den 1980er-Jahren kommen. Wann dies geschieht, ist noch unklar.

Vor dem Luxemburger Gericht wird es zur Verhandlung über eine mysteriöse Anschlagsserie in den 1980er-Jahren kommen. Wann dies geschieht, ist noch unklar.

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Der Kassationsgerichtshof hat am Donnerstagmorgen entschieden, dass ausreichend Beweise für einen Prozess vorliegen. Angeklagt sind zwei ehemalige Gendarmeriebeamten. Sie sollen für eine mysteriöse Anschlagsserie verantwortlich sein, die Mitte der Achtzigerjahre das ganze Land in Atem hielten.

Deren Rechtsanwälte, Gaston Vogel und Lydie Lorang, hatten den Antrag gestellt, wegen fehlender Beweise auf den Prozess zu verzichten. Damit hatten sie die Entscheidung der Ratskammer des Berufsgerichts angefochten, die sich für einen Prozess ausgeprochen hatte.

Wann der Prozess stattfindet ist noch nicht klar. Soweit sei die Organisation noch nicht gediehen, so der Gerichtssprecher auf Nachfrage von «L'essentiel Online».

Beide Angeklagten, Marc Scheer und Jos Wilmes, waren zum Zeitpunkt der Bombenanschläge Mitglied der «Brigade mobile» der Gendarmerie. Sie haben immer wieder ihre Unschuld betont. «Es kann sein, dass wir als Sündenböcke hingestellt werden», hatte Scheer im Januar in einem Interview gesagt. Es gebe keine Beweise. Beide waren von den Untersuchungsrichtern verhört worden. Es könne sein, dass sie sich dabei schlecht ausgedrückt hätten, so Scheer. Deshalb seien sie beschuldigt worden.

(L'essentiel Online mit tageblatt.lu)

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