Motiv noch immer unklar – Prozess um tödliche Amokfahrt in Trier beginnt
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Motiv noch immer unklarProzess um tödliche Amokfahrt in Trier beginnt

TRIER – Am Donnerstag beginnt der Prozess gegen den Amokfahrer von Trier. Der 51-Jährige muss sich wegen fünffachen Mordes und versuchten Mordes in 18 Fällen verantworten.

Knapp neun Monate nach der Amokfahrt von Trier beginnt am Donnerstag der Prozess.

Knapp neun Monate nach der Amokfahrt von Trier beginnt am Donnerstag der Prozess.

DPA/Oliver Dietze

Fast neun Monate nach der tödlichen Amokfahrt in Trier beginnt an diesem Donnerstag (9 Uhr) der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter. Die Anklage wirft dem 51-Jährigen fünffachen Mord und versuchten Mord in 18 weiteren Fällen vor. Der Mann soll mit seinem Geländewagen durch die Trierer Fußgängerzone gerast sein, um möglichst viele Menschen zu töten oder zu verletzen. Dabei sei er in einem Zickzack-Kurs wahllos und gezielt auf Passanten zugefahren, hieß es von der Staatsanwaltschaft.

Bei der Tat wurden fünf Menschen getötet: ein neun Wochen altes Baby, dessen Vater (45) und drei Frauen im Alter von 73, 52 und 25 Jahren. Zudem gab es zahlreiche Verletzte und Traumatisierte. Trier stand danach tagelang unter Schock und fiel dann in wochenlange Trauer.

Der Prozess vor dem Landgericht Trier ist bis Ende Januar 2022 terminiert. Am ersten Prozesstag soll die Anklage verlesen werden. Zeugen sind nach Angaben des Gerichts noch nicht geladen. Das Motiv des angeklagten Deutschen ist unklar. Nach vorläufiger Einschätzung eines psychiatrischen Sachverständigen leidet der Angeklagte an einer Psychose und hatte vor der Tat Alkohol getrunken.

(L'essentiel/dpa)

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