Luxemburg – Psychologen wollen staatliche Anerkennung
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LuxemburgPsychologen wollen staatliche Anerkennung

LUXEMBURG – Einige Psychologen fordern, dass auch ihre Arbeit von der CNS erstattet wird. Es herrsche Ungerechtigkeit.

In Luxemburg werden Behandlungen von Psychologen nicht von der CNS erstattet.

In Luxemburg werden Behandlungen von Psychologen nicht von der CNS erstattet.

Einige Psychologen in Luxemburg sehen sich durch die Gesetzgebung benachteiligt. Von den 360, die im Großherzogtum praktizieren, sind etwa 150 beim Gesundheitsministerium als Psychotherapeuten registriert. Nur dann wird ihre Behandlung von der CNS erstattet. «Die Corona-Krise kann zu Ängsten und Orientierungslosigkeit führen», sagt ein Psychologe, der anonym bleiben möchte. Er und seine Kollegen seien während der Krise im Dauereinsatz gewesen. Vor allem die telefonische Beratung habe den Psychologen des Landes viel abverlangt.

«Für die gleiche Arbeit erhielten die Psychotherapeuten einen Vertrag über 16 Stunden pro Woche beim Staat, während die Psychologen auf freiwilliger Basis arbeiteten», sagt unser Anrufer. Die Psychologen befürchten, dass ihr Beruf noch weiter ins Hintertreffen gerät. «Vielen wird der Zugang zum Titel des Psychotherapeuten verweigert, trotz ihres reichen akademischen und beruflichen Hintergrunds», sagt eine andere Quelle.

Das Ministerium präzisiert, dass «Psychologen nicht zu den reglementierten Berufen gehören und daher nicht in den Genuss eines befristeten Vertrags in der Gesundheitsreserve kommen können». Das Ministerium sei sich aber der Lage der Psychologen bewusst.

(Pascal Piatkowski/L'essentiel)

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