Ramsan Kadyrow - Putins Bluthund tobt wegen ausgebliebener Gratulation

Publiziert

Ramsan KadyrowPutins Bluthund tobt wegen ausgebliebener Gratulation

Vor kurzem beförderte Putin den Tschetschenen-Präsidenten in den Rang eines Generalmajors. Nun schießt dieser scharf gegen den Kreml-Sprecher Peskow und wirft ihm vor, seine Prioritäten nicht im Griff zu haben.

von
Benedikt Hollenstein
1 / 6
Tschetschenien-Machthaber Ramsan Kadyrow ist wütend auf den Kreml-Sprecher Peskow.

Tschetschenien-Machthaber Ramsan Kadyrow ist wütend auf den Kreml-Sprecher Peskow.

imago images/SNA
Dieser solle ihm nämlich nicht zur Beförderung gratuliert haben, die Kadyrow kürzlich von Putin erhielt.

Dieser solle ihm nämlich nicht zur Beförderung gratuliert haben, die Kadyrow kürzlich von Putin erhielt.

via REUTERS
Kadyrows Miliz soll in den Ukraine-Krieg gezogen sein.

Kadyrows Miliz soll in den Ukraine-Krieg gezogen sein.

imago images/SNA

Russlands Präsident Wladimir Putin beförderte den tschetschenischen Machthaber Ramsan Kadyrow jüngst in den Rang eines Generalmajors. Wegen gekränkter Eitelkeit geht Kadyrow nun in einem Posting auf seinem Telegram-Kanal auf Putins Sprecher Dmitri Peskow los. Der Grund: Peskow habe Putins Bluthund nicht zu seinem neuen Rang gratuliert.

«Müssen etwas dagegen tun»

«Ich war überrascht, als sich Peskow nicht zu meiner Beförderung äußerte», schreibt Kadyrow in dem Post, den Enthüllungsjournalist Christo Grozev auf Twitter teilte. Der Kreml-Sprecher will das Dekret zur Beförderung Kadyrows derweil schlichtweg nicht gesehen haben. Peskow setze falsche Prioritäten, tobt Kadyrow weiter. «Wir müssen etwas dagegen tun», ärgert er sich.

Außerdem bezeichnete er Peskow als Feigling, weil dieser seinen Posten in einem Moment der Instabilität verlassen habe. Kadyrow scheint derzeit also ähnlich aufbrausend wie der russische Präsident Putin: Dieser tobte vor einer Woche gegen die Ukrainerinnen und Ukrainer, nachdem er Selenskis Forderungen für einen Waffenstillstand erhalten hatte.

Kadyrows Truppen stehen laut Berichten aktuell auch in der Ukraine im Einsatz. Er gilt als ein enger Verbündeter des russischen Präsidenten Putin. Seinen 80.000 Mann starken «Kadyrowzy» werden in Tschetschenien zahlreiche Übergriffe vorgeworfen.

Nicht zum ersten Mal äußert sich der Tschetschenen-Diktator zum Krieg in der Ukraine. Kurz nach Beginn des Überfalls sprach er über zwei gefallene Soldaten in den eigenen Reihen. «Ja, im Krieg wird getötet, und das war nun mal ihre Berufswahl», so der Diktator über die Kriegstoten.

Deine Meinung

1 Kommentar