Feuerwehr-Einsatz – Quecksilber-Alarm in der Ackerbauschule

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Feuerwehr-EinsatzQuecksilber-Alarm in der Ackerbauschule

ETTELBRÜCK - Im Keller der Schule war ein Viertelliter Quecksilber ausgeronnen. Eine direkte Gefahr für Lehrer und Schüler bestand jedoch nicht.

Große Aufregung gab es am Dienstagmorgen am «Lycée Technique Agricole» in Ettelbrück: Gegen 9.45 Uhr wurde im Archiv im Keller eine Verunreinigung durch Quecksilber festgestellt. Insgesamt soll ein Viertel Liter des giftigen Schwermetalls aus einem alten Messgerät ausgeronnen sein.

Eine akute Bedrohung für Lehrer und Schüler bestand jedoch nicht. Laut RTL musste die Schule nicht evakuiert werden, weil die Gefahrenzone im Keller gut abgeschlossen war und keine giftigen Dämpfe nach draußen dringen konnten. Ein Mitarbeiter des Verwaltungspersonals, der mit dem Quecksilber in Berührung kam, musste jedoch zur Kontrolle ins Spital.

Örtliche Feuerwehrleute, Experten der deutschen Firma BASF und Einsatzkräfte des Zivilschutzes waren am Nachmittag mit der Dekontaminierung des betroffenen Archivs beschäftigt.

(L'essentiel mit dpa/jt)

Hintergrund

Quecksilber reagiert im Körper mit lebenswichtigen Enzymen und hemmt deren Wirkung. Es kann zu Erbrechen und Durchfall führen, bei längerer Aufnahme auch zu Seh- und Gedächtnisstörungen. Gelangt das giftige Schwermetall in die Umwelt, kann es von Mikroorganismen in Verbindungen umgewandelt werden, die das zentrale Nervensystem schädigen und schlimmstenfalls zum Tod führen. Quecksilber wird unter anderem für Neonröhren, Energiesparlampen und Batterien verwendet.

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