Luxemburg – Radfahrer fühlen sich endlich ernst genommen

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LuxemburgRadfahrer fühlen sich endlich ernst genommen

LUXEMBURG - Das Fahrrad hält endlich Einzug in die Planungen der Städte. Die «Lëtzebuerger Vëlos Initiativ», die 30. Jubiläum feiert, freut sich über die Fortschritte.

Jedes Jahr fahren mehrere hunderttausend Radfahrer durch den Kreisverkehr Schuman und das Viadukt zwischen dem Bahnhof und dem Zentrum der Stadt Luxemburg.

Jedes Jahr fahren mehrere hunderttausend Radfahrer durch den Kreisverkehr Schuman und das Viadukt zwischen dem Bahnhof und dem Zentrum der Stadt Luxemburg.

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«Vor 30 Jahren hielt man uns noch für Exoten», sagt Gust Muller, Präsident der «Lëtzebuerger Vëlos Initiativ» (LVI). «Man hat uns nicht ernst genommen.» Mittlerweile umfasst der Verein 1430 Mitglieder und feiert dieses Jahr sein 30-jähriges Bestehen. «Heute wird unsere Meinung von Ministerien und den Kommunen berücksichtigt. Es ist sehr selten, dass man bei Projekten nicht bei uns nachfragt», sagt Muller.

Laut dem Präsidenten wird die «sanfte Mobilität viel systematischer vorangetrieben, als das noch vor zehn Jahren der Fall war. Man kann eine Stadt nicht innerhalb eines Jahres an das Fahrrad anpassen. Das geschieht nach und nach, um ein zusammenhängendes Ganzes zu schaffen». Zu den langjährigen Forderungen der LVI, die zum Wohle des Fahrradverkehrs in Luxemburg umgesetzt wurden, zählen die Anlaufstelle für sanfte Mobilität im Nachhaltigkeitsministerium und die Abteilung für nachhaltige Mobilität in der Straßenbauverwaltung. «Wenn man ein einheitliches und sicheres Fahrradwege-Netz schafft, werden die Leute es auch benutzen. Das Angebot schafft Nachfrage», erklärt Muller.

Dennoch gibt es noch einiges zu tun. Die LVI hat vor allem Bedenken, was das Viadukt zwischen dem Bahnhof und dem Zentrum der Hauptstadt betrifft. «Wir wünschen uns hier einen Radweg in beide Richtungen, auch mit Tram. Das selbe müsste auch auf dem Boulevard Kennedy in Kirchberg geschehen».

(Jérôme Wiss/L'essentiel)

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