Tour de Suisse – Radprofi Jungels kommt in der Weltklasse an
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Tour de SuisseRadprofi Jungels kommt in der Weltklasse an

Der sechste Platz bei der Tour de Suisse ist für den Radprofi Bob Jungels aller Ehren wert. Die Szene ist voll des Lobes für den jungen Luxemburger.

«Welcome to the Jungels» schrieb die englische Radsportseite Cyclingweekly vor über einem halben Jahr. Die Hommage galt nicht nur der Rockband Guns'n'Roses, sondern vor allem dem luxemburgischen Radprofi Bob Jungels. Und das, «obwohl Jungels vermutlich zu jung ist, um sich an die Band zu erinnern». Den Jungen sollte man im Auge behalten, hieß es. Spätestens jetzt kennen die Radsportfans auf der Welt den 22-Jährigen – nach seiner Leistung bei der Tour de Suisse.

Mit Rang sechs in der Gesamtwertung erzielte Bob Jungels bei der Schweizer Rundfahrt ein sensationelles Ergebnis. Inmitten von renommierten Fahrern stieß der Luxemburger mitten in die Weltspitze und überzeugte mit konstanten Leistungen. Vor allem im Zeitfahren zeigte er seine Qualitäten. Am Ende trennten den Fahrer des Trek Factory Racing Teams 2:48 Minuten vom Gesamtsieger Simon Spilak aus Slowenien.

Damit stellte er nicht nur seine Teamkollegen Fränk Schleck (Aufgabe nach Kniebeschwerden) und Laurent Didier (67.) sowie seinen Landsmann Jempy Drucker (102.) in den Schatten. Auch etliche renommierte Radsportler wie den Tschechen Peter Sagan, Weltmeister Michal Kwiatkowski oder Lokalmatador Fabian Cancellara ließ Jungels teilweise weit hinter sich. Und das mit erst 22 Jahren. Mit Bob Jungels ist in Zukunft also zu rechnen, im Dschungel der Radsportgrößen

(Jan Morawski/L'essentiel)

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