SpaceX – Raketen-Landung auf Floß misslungen

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SpaceXRaketen-Landung auf Floß misslungen

Die Firma SpaceX versuchte heute im Rahmen eines Versorgungsflug zur ISS erfolglos, eine Raketenstufe unbeschädigt auf einem Floß im Meer landen zu lassen.

Die Falcon-9-Rakete hebt in Cape Canaveral ab. (Bild: Keystone/AP/John Raoux)

Die Falcon-9-Rakete hebt in Cape Canaveral ab. (Bild: Keystone/AP/John Raoux)

Rückschlag für das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX des Paypal-Gründers und Tesla-Chefs Elon Musk: Der Versuch, erstmals die erste Stufe einer Falcon-9-Rakete nach dem Start zur Erde zurückfliegen und dort kontrolliert landen zu lassen, misslang. Zwar setzte die Raketenstufe in einer harten Landung auf dem 90 auf 50 Meter großen Floß auf, brach aber dann auseinander und kippte in den Atlantik vor der Küste Floridas. Die Chancen, dass das Vorhaben gelingt, gab die die Firma im Vorfeld mit unter 50 Prozent an.

Längerfristiges Ziel der Übung ist es, eine wiederverwertbare Rakete zu entwickeln und damit die Kosten für Raumflüge drastisch zu senken. «Eine vollständig und schnell wiederverwertbare Rakete – was es bisher noch nie gab – ist der entscheidende Durchbruch, den es braucht, um die Kosten für den Zugang zum Weltraum wesentlich zu reduzieren», schreibt SpaceX in einer Mitteilung.

Fünfter Dragon-Flug

Der heute um 10:47 Uhr MEZ in Cape Canaveral gestartete Versorgungsflug zur ISS ist der fünfte, den SpaceX im Rahmen des Nasa-Programms Commercial Resupply Services (Kommerzielle Versorgungsdienste) durchführt. Alle verliefen bisher ohne Störung. Das Frachtraumschiff soll in etwa vier Wochen wieder zur Erde zurückkehren.

Die Dragon-Raumfrachter von SpaceX sind zurzeit die einzige Möglichkeit der USA, Nachschub zur Internationalen Raumstation ISS zu transportieren. Orbital Sciences, das als zweites Unternehmen im Auftrag der Nasa Versorgungsflüge zur ISS durchführt, kann nach dem Startunfall von Mitte Oktober seine Cygnus-Raumfrachter bis auf weiteres nicht einsetzten. SpaceX erhält von der Nasa für zwölf Frachtmissionen zur ISS 1,6 Milliarden Dollar.

Livestream von NasaTV:

(L'essentiel/jcg)

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