Rallye Luxemburg – Rallye-Fahrer geben in Hosingen ordentlich Gas

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Rallye LuxemburgRallye-Fahrer geben in Hosingen ordentlich Gas

HOSINGEN – Speed und Adrenalin: Die Rallye Luxemburg ist wieder da! 64 Teams sind am Samstag rund um Hosingen gerast.

Quietschende Reifen, röhrende Motoren und Autos, die mit halsbrecherischer Geschwindigkeit um die Kurven sausen. Innerhalb eines Gebietes, das sich in eine Radius von 20 Kilometer um Hosingen erstreckte, haben die Fahrer die Rallye Luxemburg ausgetragen. «Hier legen wir Tempo vor », sagt Katia Gengler. Die 48-Jährige ist nicht die einzige. 64 Teams starten am Samstagmorgen. 14 müssen bereits gegen Mittag aufgeben.

Katia und ihr Mann Patrick kommen ins Ziel – aber sie haben drei Minuten verloren, ein schlechtes Ergebnis für den Entstand. «Es ist ärgerlich, denn davon abgesehen haben wir eine gute Zeit hingelegt», sagt Katia. «Aber egal – ich genieße die Geschwindigkeit und das Adrenalin.» Seit zwölf Jahren sitzt die Luxemburgerin neben ihrem Mann im Rennwagen. «Wenn wir fahren, sehe ich nichts anderes als meine Notizen und die großen Kurven», sagt sie.

258 Kilometer Asphalt

Insgesamt 20 Luxemburger Teams sind bei der Rallye an den Start gegangen. 258 Kilometer Asphalt und 121 Kilometer Zeitfahren lag vor ihnen. Die Strecke ist in acht Sonderbereiche mit speziellen Abschnitten eingeteilt. So eine Spezialprüfung ist auch zwischen Consthum und Kautenbach, wo die Trasse von scharfen Kurven in einen Hochgeschwindigkeitsabschnitt übergeht. «Alle Piloten sind Amateure – aber das Niveau ist hoch und die Autos sind echte High-Performance-Wagen», sagt Marco Glodt vom Organisationskomitee.

Unter den besten Luxemburger ist Ronny Foxius. Der 30-Jährige gibt eine Analyse ab. Er und sein Team haben einen Ford Fiesta R5 mit 300 PS für das Rennen gewählt. Für Foxius ein echtes Heimspiel: Er kommt aus Hosingen. «Wir mussten uns auf das Auto einstellen», sagt er. «Aber ich habe es geschafft, bis auf 200 km/h zu kommen.» Die Strecke um Hosingen sei technisch sehr anspruchsvll. Für Ronny ist die Rallye sehr wichtig. Mehr als 20.000 Euro wurden in der Hoffnung auf eine bessere Perfomance investiert. «Ich konnte ein Dutzend Sponsoren finden», sagt er. «Mein Traum ist es, einmal eine ganze Saison zu fahren. Aber da sind wir noch nicht.»

Am Ende gewinnt Christian Riedermann mit einem Peugeot 208 R5 die Rallye Luxemburg. Im Endklassement kommt der Deutsche vor den Luxemburger Steve Fernandes (Peugeot 207) mit 1:51 Minuten Abstand. Immerhin: Fernandes kann sich als «kleinen» Luxemburger Champion Feiern. Ronny Foxius erreichte Rang drei.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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