Syrien: Ranghoher IS-Bombenbauer bei Militäraktion gefangen genommen

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SyrienRanghoher IS-Bombenbauer bei Militäraktion gefangen genommen

Streitkräfte der Militärkoalition in Syrien haben bei einer Militäroperation Hani Ahmed al-Kurdi, ein führendes Mitglied des Islamischen Staats, gefangen genommen.

09.06.2022, Syrien, A'zaz: Kämpfer der von der Türkei unterstützten Syrischen Nationalarmee während einer Militärparade, die Teil der Vorbereitungen der Streitkräfte auf militärische Aktionen in den von den Demokratischen Kräften Syriens kontrollierten Gebieten ist. Foto: Anas Alkharboutli/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Anas Alkharboutli/dpa

Streitkräfte der von den USA angeführten Militärkoalition in Syrien haben ein führendes Mitglied der Terrorgruppe Islamischer Staat gefangen genommen. Die Festnahme sei am Donnerstag bei einer Militäroperation im Norden des Landes erfolgt, teilte die Militärkoalition mit. In einer Mitteilung hieß es, der festgenommene IS-Anführer sei ein erfahrener Bombenbauer und einer der ranghöchsten Vertreter der Terrororganisation in Syrien. Die Operation sei «erfolgreich» gewesen, es seien keine Zivilisten oder Koalitionsstreitkräfte verletzt worden.

In einer späteren Erklärung hieß es, bei dem gefassten Extremisten handele es sich um Hani Ahmed al-Kurdi, genannt Salim. Er habe andere im Bau von Sprengsätzen unterwiesen und Angriffe auf US-Truppen und deren Partner ermöglicht. Al-Kurdi sei in die syrische Provinz Aleppo gebracht worden. Aus Verteidigungskreisen verlautete, Al-Kurdi befinde sich in US-Gewahrsam und werde vernommen.

Verantwortlich für IS-Hauptstadt Rakka

Drei irakische Geheimdienstbeamte erklärten, Al-Kurdi sei ein Syrer, der zu einem der ranghöchsten und gefährlichsten IS-Führer aufgestiegen sei. Zeitweise sei er beim IS für die syrische Stadt Rakka verantwortlich gewesen, als sie De-facto-Hauptstadt des selbsterklärten Kalifats in weiten Teilen des Iraks und Syriens war.

Im März 2019 erklärten die US-gestützten Truppen den Sieg über den IS. Schläferzellen der Terrorgruppe verüben aber noch immer tödliche Angriffe sowohl im Irak als auch in Syrien.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte mit, der Militäreinsatz habe damit begonnen, dass zwei Hubschrauber im Zielgebiet im Dorf Al-Humaira gelandet seien, etwa vier Kilometer von der türkischen Grenze entfernt.

(L'essentiel/dpa)

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