Nordschweden: Raphaël Fiegen erlebt eisige Abenteuer mit luxemburgischen Schlittenhunden

Publiziert

NordschwedenRaphaël Fiegen erlebt eisige Abenteuer mit luxemburgischen Schlittenhunden

LUXEMBURG – Als Hommage an seinen verstorbenen Vater durchquerte Raphaël mit seinen Schlittenhunden Nordschweden. Diese Reise wurde gefilmt und wird am Freitag in Esch-Belval ausgestrahlt.

von
Frédéric Lambert

Raphaël Fiegen ist ein abenteuerlustiger Weltenbummler und Musher, also Fahrer eines von einem Hundegespann gezogenen Schlittens. Neulich hat er den «Kunsleden», zu Deutsch «Königsweg» gemeistert. Ein 425 Kilometer langer Trekkingpfad in Nordschweden. Auf dieser Reise entstand der Film mit dem Titel «The Law of 3», der am Freitag, den 16. Dezember, um 19 Uhr im Kinepolis in Esch-Belval gezeigt wird.

Direkt am Anfang, als er von seinem Hunderudel in der Nähe der Waldschule in Esch umgeben ist, gesteht er, dass seine Hunde sogar so gut gearbeitet haben, dass die Tour fast schon ein bisschen zu einfach war. «Aber es war ein Projekt, das mir wirklich am Herzen lag, da es eine Hommage an meinen vor fünf Jahren verstorbenen Vater war».

Mit vier erwachsenen Hunden ist Raphaël damals nach Lappland, der nördlichsten Region Finnlands gereist. «Ich habe bei diesem Abenteuer viel über sie gelernt», erzählt er. Die Hunde leben über das ganze Jahr in der Waldschule in Esch. Der Wildpark ist eine pädagogische Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Raphaël besucht die Hunde dort jeden Tag, um sie zu versorgen. «Es ist eine Leidenschaft, aber auch ein Job».

Das Rudel von Raphaël Fiegen besteht aus drei verschiedenen Rassen. Grönlandhunde, Sibirische Huskys und Alaska Huskys. Das Rudel wurde im Großherzogtum gezüchtet und hat sich von Jahr zu Jahr weiterentwickelt. Der Musher plant für sein nächstes Hunde-Abenteuer ein pädagogisches Projekt. «Ich werde mit Oberstufenschülern nach Finnland reisen. Wir werden ihnen beibringen, wie man mit Hunden umgeht, wie man ein Feuer macht, wie man sich mit oder ohne Kompass orientiert». Wenn das Abenteuer zu Ende ist, sollen die Schüler Bohrkernproben aus dem Permafrostboden, also einem Boden, dessen Temperatur für mindestens zwei Jahre ununterbrochen bei Null Grad Celsius liegt, zur Analyse mit nach Luxemburg bringen.

Deine Meinung

0 Kommentare