Digitale Medien – Ratgeber soll Eltern fit für digitale Erziehung machen

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Digitale MedienRatgeber soll Eltern fit für digitale Erziehung machen

LUXEMBURG – Das Bildungsministerium und Bee Secure haben am Donnerstag die Kampagne «Bildschirme in der Familie» vorgestellt.

Die Initiative soll Eltern bei der Kindererziehung in einer digitalen Welt helfen.

Die Initiative soll Eltern bei der Kindererziehung in einer digitalen Welt helfen.

L'essentiel

«Wie kann ich meinem Kind einen sicheren Umgang mit digitalen Medien vermitteln?», ist eine der häufigsten Fragen, die Eltern an Jeff Kaufmann von der Initiative Bee Secure richten. Kaufmann koordiniert die Aktivitäten der Initiative, gemeinsam mit Bildungsminister Claude Meisch stellte er am Donnerstag die neueste Kampagne vor. Ihr Name lautet: «Bildschirme in der Familie» und richtet sich an Eltern.

Bee Secure hat einen Elternratgeber entwickelt, der ab Mitte März in Kitas, Grundschulen, Gemeinden und bei Kinderärzten ausliegen soll. Damit wolle man ein Angebot für Eltern schaffen, die «sich Sorgen um den Umgang ihrer Kinder mit Smartphone und Tablet machen» und dazu Fragen hätten, erklärt Bildungsminister Meisch die Hintergründe. Man wolle den «Eltern praktische Tipps an die Hand geben» und Wege aufzeigen, wie sie die Bildschirmzeit ihres Nachwuchses begrenzen können und dabei auch mit gutem Beispiel vorangehen könnten.

99 Prozent sind täglich online

Nach Angaben des Statec nutzen in Luxemburg 99 Prozent der 16 bis 24-Jährigen das Internet fast täglich. Die viele Zeit die Kinder vor Bildschirmen verbringen würden, sei für die Gesundheit der Minderjährigen schädlich. Sie könne drastische Folgen haben, wie Schlaflosigkeit, Übergewicht, Sucht und Entwicklungsstörungen.

Neben dem Ratgeber setzt Bee Secure auch auf Plakate. Diese enthalten einfache Empfehlungen, mit denen Eltern den Medienkonsum ihrer Kinder an die individuellen Bedürfnisse und Reife ihres Kindes anpassen können. Sie sollen bald an Haltestellen, in Bussen und in sozialen Netzwerken erscheinen. Die Eltern seien dafür verantwortlich, ihren Kindern klare Grenzen zu setzen und Alternativen zu digitalen Medien aufzuzeigen, stellte der Bildungsminister klar.

(Olivier Loyens/L'essentiel)

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