Wolf, Luchs und Adler – Raubtiere pirschen sich an Luxemburg heran

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Wolf, Luchs und AdlerRaubtiere pirschen sich an Luxemburg heran

THIONVILLE – Ein französischer Naturforscher ist sich sicher: Der Rückkehr von Wölfen und Greifvögeln nach Luxemburg steht nichts im Weg.

Wolf, Luchs und Greifvogel sind auf dem Weg nach Luxemburg.

Wolf, Luchs und Greifvogel sind auf dem Weg nach Luxemburg.

AFP/Friso Gentsch

Vor zwei Monaten hatte die Luxemburger Naturverwaltung es angekündigt, nun hat ein weiterer Forscher es bestätigt: Der Wolf ist auf dem Weg nach Luxemburg. Der Franzose Patrice Costa ist sich sicher: «Er kommt aus den italienischen Alpen und wird vor den Grenzen nicht Halt machen.»

Costa untersucht momentan die Wege von acht Raubtieren, die sich der Großregion nähern. Neben vier Greifvögeln zählt auch ein Wolf dazu. Die anderen Tiere sind laut dem Forscher drei Säugetiere aus der oberen Nahrungskette, diese nennt man auch Spitzenprädator oder Spitzenräuber. Details nannte der Naturkundler aber nicht. Eines ist aber sicher: Löwen oder Leoparden werden es wahrscheinlich nicht sein, aber vielleicht der ein oder andere Luchs. So gab es in den vergangenen Jahren etwa im Pfälzerwald und im Raum Gerolstein immer wieder vereinzelte Luchs-Sichtungen.

Gutes Omen

Die Raubtiere wurden in der Vergangenheit vom Menschen vertrieben. Nun wollen sie sich offenbar wieder in gewohnter Umgebung niederlassen. «Der Wolf hat die Großregion vor dem Ersten Weltkrieg verlassen. Die Greifvögel sind in den Jahren nach dem Krieg verschwunden», erzählt Costa. Dies soll sich nun wieder ändern. In seinen Untersuchungen stellt er fest: «In letzter Zeit haben wir im Raum Schengen vermehrt Fischadler bemerkt. Eine Spezies, die seit 20 Jahren nicht mehr in diesen Gegenden gesehen wurde.»

Für Patrice Costa ist die Rückkehr der Tiere ein gutes Omen: «Die Natur nimmt ihren Lauf. Die Rückkehr zeigt, dass die Natur weiterhin intakt ist.»

(Loïc Becker/L'essentiel)

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