Gesetzliche Grauzonen – Rauchen auf Terrassen: Lieber Regen oder Kälte?

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Gesetzliche GrauzonenRauchen auf Terrassen: Lieber Regen oder Kälte?

LUXEMBURG - Nachdem seit Jahresanfang das Rauchen in den Kneipen verboten ist, qualmen viele Gäste im Freien. Doch rechtlich gesehen entstehen dabei Probleme.

Bei niedrigen Temperaturen wollen viele Betreiber ihren Gästen durch gasbetriebene Heizstrahlern das Verweilen im Freien angenehmer machen. Hier stellt sich jedoch wiederum ein Problem: In Zelten oder anderen geschlossenen Konstruktionen sind Gas-Heizstrahler nicht zulässig, aufgrund  drohender Erstickungsgefahr.

Bei niedrigen Temperaturen wollen viele Betreiber ihren Gästen durch gasbetriebene Heizstrahlern das Verweilen im Freien angenehmer machen. Hier stellt sich jedoch wiederum ein Problem: In Zelten oder anderen geschlossenen Konstruktionen sind Gas-Heizstrahler nicht zulässig, aufgrund drohender Erstickungsgefahr.

Seit dem 1. Januar 2014 gilt in ganz Luxemburg das Rauchverbot in Kneipen, Bars und Gaststätten. Laut dem Dachverband der Gaststättenbetreiber Horesca sind viele Wirt daran interessiert, einen Raucherbereich in ihrem Lokal anzubieten, entgegen einer ersten Reaktion des Gesundheitsministeriums, das vor einigen Tagen von «wenigen Anfragen» berichtet hatte. Der Verband erklärt dies damit, dass viele Betreiber noch keine Zeit gehabt hätten, eine Genehmigung anzufragen oder sich um den Bau eines abgesonderten Raucherbereichs nebst Lüftung zu kümmern.

Rechtliche Probleme bei Terrassen

Bei Gaststätten, die keinen Raucherbereich einrichten, müssen die Gäste außerhalb des Lokals rauchen. In diesem Zusammenhang gibt es allerdings noch viele offene Fragen im Bezug auf die Einrichtung der Terrassen, eventueller Heizstrahlern, Aschenbecher und was die Lärmbelästigung betrifft. Prinzip gilt: Alles was von Gastwirten im öffentlichen Raum aufgestellt wird, muss genehmigt werden und den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen. Aus diesem Grund soll das betreffende Gesetz über Terrassen von Gaststätten überarbeitet werden. Bislang war der Betrieb von Terrassen streng genommen nur von April bis November zulässig, auch wenn es eine gewisse Kulanz seitens der Behörden gab. Um hier Rechtssicherheit zu schaffen, ist jedoch eine Gesetzreform nötig.

Was das Thema Lärmbelästigung durch rauchende Gäste im Freien angeht, so hofft die hauptstädtische Bürgermeisterin Lydie Polfer zunächst auf den «gesunden Menschenverstand» -falls Lärmbelästigung sich jedoch als wachsendes Problem herausstellen werde, müssten strengere Regulierungen ins Auge gefasst werden, so Polfer.

Entweder Heizstrahler oder Dach über dem Kopf

Viele Lokale, die ihren Gästen Zelte oder Überdächer als Regenschutz anbieten, stehen vor zusätzlichen Problemen. Prinzipiell darf hier zwar geraucht werden, aber nur wenn der Außenaufbau an mindestens einer Seite offen sind. Ansonsten gilt das Rauchverbot, genau wie in Innenräumen.

Bei niedrigen Temperaturen wollen viele Betreiber ihren Gästen durch gasbetriebene Heizstrahlern das Verweilen im Freien angenehmer machen. Hier stellt sich jedoch wiederum ein Problem: In Zelten oder anderen geschlossenen Konstruktionen sind Gas-Heizstrahler nicht zulässig, aufgrund drohender Erstickungsgefahr.

Die Verantwortlichen der Horesca sprechen allgemein über «gemischte Reaktionen» ihrer Mitglieder auf das Rauchverbot. Für eine Bilanz sei es jedoch zu früh - in sechs Monaten will der Dachverband erste Schlussfolgerungen ziehen.

(L'essentiel Online/mth/tageblatt.lu)

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