Kämpfe in Libyen – Rebellen-Erfolge lassen Ölpreis sinken

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Kämpfe in LibyenRebellen-Erfolge lassen Ölpreis sinken

Mit dem Beinahe-Fall des Gadaffi-Regimes hat auch der Ölpreis kräftig nachgegeben. Ein Barrel der Sorte Brent fiel zeitweise unter die Marke von 105 Dollar.

Der Ölpreis hat am Montag angesichts der Erfolge der libyschen Rebellen gegen Machthaber Muammar al Gaddafi kräftig nachgegeben. Die Nordseesorte Brent fiel zeitweise in die Nähe von 105 Dollar pro Barrel (159 Liter), rund 3 Dollar weniger als am Freitag.

Die libyschen Ölexporte waren im Frühjahr wegen des Bürgerkrieges weitgehend gestoppt worden. Nach einer Machtübernahme der Rebellen und der Einstellung der Kämpfe könnten die Pumpen wieder anlaufen. Die Rebellen hatten in der Nacht zum Montag weite Teile der Hauptstadt Tripolis unter ihre Kontrolle gebracht.

Libyen war vor Beginn der Kämpfe einer der wichtigsten Erdölproduzenten der Welt und hat mit 5,7 Milliarden Tonnen die größten Reserven in Afrika. Libysches Öl gilt als sehr hochwertig, viel davon wurde nach Europa exportiert. Libyen war bisher der fünftwichtigste Lieferant von Rohöl für Deutschland. 2010 flossen 6,6 Millionen Tonnen von dort in die Bundesrepublik. Größter Lieferant war Russland mit über 35 Millionen Tonnen.

(L'essentiel online/dapd)

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