Drohung vom Boss – Red Bull kommt nicht zur Ruhe

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Drohung vom BossRed Bull kommt nicht zur Ruhe

Bei Red Bull sorgt eine Drohung von Dietrich Mateschitz für Gesprächsstoff. Der Firmenchef will aus der Formel 1 aussteigen, wenn die Fahrer in Zukunft nicht spuren.

Das Fachmagazin «Auto Motor und Sport» publizierte eine brisante Meldung: Red Bulls Firmenchef Dietrich Mateschitz soll sich sehr über das Verhalten von Sebstian Vettel und Mark Webber geärgert haben. Er soll sogar mit einem Ende des Formel-1-Engagements gedroht haben, falls sich die Szenen von Malaysia wiederholen.

Vettel hatte beim zweiten Rennen der Saison die Stallorder missachtet und den in Führung liegenden Webber überholt. Der Australier war so verärgert, dass er seinem Teamkollegen den Mittelfinger zeigte. Seither brodelt es beim Weltmeisterteam. Vettel goss zusätzlich Öl ins Feuer, indem er zu Protokoll gab, dass Webber den Sieg nicht verdient hätte. Alle Versuche, die Wogen zu glätten, fruchteten nicht. Erst am Mittwoch machte ein Bild von Webber, der gemütlich mit Ferrari-Pilot Fernando Alonso an einem Tisch sitzt, die Runde. Die Botschaft ist klar: Vettels Feinde verbünden sich.

Motorsportchef dementiert

Nach der Meldung zu Mateschitzs Drohung ist es nun an Red Bulls Motorsportchef Helmut Marko, alles zu relativieren. Gegenüber «bild.de» dementiert er die Meldung des Fachmagazins für Motorsport: «Blödsinn. Da ist nichts dran.» Auch wenn dem so sein sollte, beim Rennstall mit Sitz in England und österreichischer Lizenz ist Pfeffer unter dem Dach.

Auf Dauer kann das nicht gut sein für das Team, dieser Meinung ist auch der ehemalige Weltmeister und TV-Experte Jacques Villeneuve. Die mässigen Resultate beim GP in China, begründet er so: «Der Teamkrieg macht Red Bull fertig.» Am Wochenende beim Rennen in Bahrain dürfte sich zeigen, wie gross der Schaden tatsächlich ist.

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