Coronavirus – Regierung meldet 81 Corona-Fälle in Luxemburg

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CoronavirusRegierung meldet 81 Corona-Fälle in Luxemburg

LUXEMBURG – Die Regierung hat um 11 Uhr weitere Details zu den am Sonntag angekündigten Schritten verkündet, mit denen die Ausbreitung des Coronavirus gestoppt werden soll.

«Was nicht sein muss, sollen die Menschen sein lassen», so Gesundheitsministerin Lenert.

«Was nicht sein muss, sollen die Menschen sein lassen», so Gesundheitsministerin Lenert.

Tfeller

Premierminister Bettel hat am Sonntagabend einschneidende Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus verkündet. Davor hatte der Staatschef mit seinen Kollegen in einer Krisensitzung des Regierungsrates über die Schritte diskutiert. Die Sitzung dauerte eine Stunde länger als ursprünglich angekündigt. Am Montagmorgen hatte die Regierung zu einer weiteren Pressekonferenz geladen, auf welcher Gesundheitsministerin Paulette Lenert die nähere Umsetzung der Maßnahmen erklärte.

Die wichtigsten Infos in Stichpunkten:

• Gesundheitsministerin Paulette Lenert meldet gleich zu Beginn der Pressekonferenz, dass es jetzt 81 bestätigte Corona-Fälle in Luxemburg gibt. Zehn Menschen befinden sich zur Zeit im Krankenhaus.

• Ab jetzt werden die entsprechenden Infektionszahlen immer um 9 Uhr morgens aktualisiert.

• Die von der Regierung am Sonntagabend beschlossenen Maßnahmen sollen den Zusammenbruch des Gesundheitssystems verhindern.

• Lenert kündigt strengere Maßnahmen an für die Menschen, die sich nicht an die neuen Regeln halten. Letzte mögliche Stufe sei eine Ausgangssperre. «Was nicht sein muss, sollen die Menschen sein lassen», so Lenert. Es sei jetzt nicht die Zeit für Party.

• Die wichtigen Systeme müssen weiter erhalten werden. «Wir müssen als Gesellschaft weiter funktionieren», erklärt die Gesundheitsministerin.

• Zu den teilweise überraschenden Grenzschließungen betont sie nochmal, dass das Großherzogtum aushandeln konnte, dass Pendler aus Deutschland mit einem Pendler-Formular auch weiterhin nach Luxemburg einreisen dürfen.

• «Wir sind auf alles vorbereitet, haben aber noch keine Infos aus Frankreich», erklärt Lenert im Bezug auf eine mögliche Grenzschließung der Franzosen. «Wir werden aber auch dort versuchen, dass die Pendler weiterhin ins Land können.»

• Grenzgänger aus dem Pflegesektor können auf Wunsch in Hotels untergebracht werden.

• Neun Kindergärten sind in Betrieb (unter anderem Remlingen, Biwer, Strassen, Rosengärtchen).

• Der Sozialversicherungsbeitrag ist ausgesetzt.

• «Wir tun alles, um unsere Vorräte an Masken und Tests aufzustocken», erklärt Lenert und nennt auch die Frachtfluggesellschaft Cargolux als unterstützenden Faktor. Zwei Maschinen seien bereit für entsprechende Transporte.

• Es gibt «an allen Fronten immens viel Solidarität». So hätten Medizinstudenten ihre Dienste angeboten, um mitzuhelfen.

Hier können Sie sich die Presskonferenz von Sonntagabend nochmal anschauen:

(L'essentiel)

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