Trotz Dementi – Regierung plant sehr wohl Ende der Kirchengelder

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Trotz DementiRegierung plant sehr wohl Ende der Kirchengelder

LUXEMBURG – Ein internes Papier beweist: Das Staatsministerium plant, die Priestergehälter jedes Jahr um zehn Prozent zu senken.

Aus der Tagesordnung der Sitzung des Staatsministeriums mit Kirchenvertretern geht der Vorschlag eindeutig hervor.

Aus der Tagesordnung der Sitzung des Staatsministeriums mit Kirchenvertretern geht der Vorschlag eindeutig hervor.

Am 29. Oktober berichtete L’essentiel in seiner Print-Ausgabe und online exklusiv, dass die Regierung in einem ersten Treffen den Kirchen ein Angebot zum Thema Trennung von Staat und Kirche unterbreitet hat. Demnach sollen die staatlichen Zuschüsse über zehn Jahre lang jährlich um zehn Prozent sinken, sodass die staatliche Kirchenfinanzierung 2026 endgültig ausläuft.

Das Staatsministerium bemühte sich noch am selben Tag, dies «auf das Schärfste» zu dementieren. Gegenüber RTL wies man diese Informationen als «unseriös» zurück, ein solcher Vorschlag sei «überhaupt nicht von der Regierung gemacht worden.»

Beweis liegt schwarz auf weiß vor

Dass dem sehr wohl so ist, beweist L’essentiel heute, durch die Veröffentlichung der Tagesordnung der betreffenden Sitzung, aus der der Vorschlag eindeutig hervorgeht.

Darauf angesprochen, versuchte am Montag ein Sprecher des Staatsministeriums das Dementi gegenüber RTL kleinzureden. Gleichzeitig hielt man an der Position fest: Der fragliche Vorschlag sei «in keiner Sitzung, die hier im Ministerium stattgefunden hat, präsentiert worden». Im gleichen Atemzug erklärte der Sprecher, dass man über die Gespräche mit den Kirchenvertretern keine Auskunft gebe.

(Thomas Holzer/pw/L’essentiel)

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