In Luxemburg – Regierung will Essen sicherer machen

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In LuxemburgRegierung will Essen sicherer machen

LUXEMBURG - Die Regierung möchte die Nahrungsmittelüberprüfung noch sicherer machen. Sie hat am heutigen Dienstag Vorschläge zur Verbesserung vorgestellt.

Mai 2017: Das Gesundheitsministerium Luxemburgs spricht eine Warnung aus - schon wieder. Diesmal sind gefrorene Himbeeren betroffen. Brisant: In den Tiefkühlfrüchten stecken Noroviren. Und kann schwere gesundheitliche Folgen haben.

Eben dieses System zur Überwachung der Nahrung der Menschen im Großherzogtum will die Regierung jetzt verbessern. Denn: Alles, was auf die Tische der Luxemburger kommt, muss den strengen Gesundheits- und Hygienebestimmungen entsprechen. Um das durchzusetzen, will die Regierung bis 2018 einige Neuerungen einführen, die auf europäischen Richtlinien basieren. «Und danach sollen die Neuerungen stetig weiterentwickelt werden», sagt Gesundheitsministerin Mutsch am Dienstag. Vor allem die eigentlichen Kontrollen sollen verbessert und besser aufeinander abgestimmt werden. Und auch für die Lebensmittelkontrolleure selbst soll die Arbeit effizienter organisiert werden: Alle zuständigen Abteilungen und Prüfer werkeln zukünftig an einem einzigen Standort.

Neue Regelungen

Momentan sind streifen 60 Prüfer durch das Großherzogtum und nehmen Proben. Jedes Jahr machen sie Tausende von Inspektionen und Analysen, von Restaurants über Supermärkte bis hin zum Flughafen. «Die Anzahl an Prüfern kann bei Bedarf erhöht werden», erklärt Mutsch. Eine besondere Herausforderung für die Lebensmittel-Checker wird das neue intermodale Containerterminal in Bettemburg werden. Denn hier werden jeden Tag riesige Mengen an Nahrungsmitteln umgeschlagen - die alle überprüft werden müssen.

Auch was die IT angeht, will die Regierung aufrüsten. Eine neue Datenbank soll den Prüfern und Wissenschaftlern bei ihrer Arbeit helfen. Zusätzlich soll ein Sonderbeauftragter Betrugsfälle im Zusammenhang mit Nahrungsmitteln untersuchen. Zudem sollen alle Ergebnisse öffentlich gemacht werden.

(JB)

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