Luftqualität – Regierung will Treibstoff-Verbrauch weiter bremsen

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LuftqualitätRegierung will Treibstoff-Verbrauch weiter bremsen

LUXEMBURG – Die Bemühungen zur Reduzierung des Treibstoffhandels werden vertieft werden, um die Umwelt - und so auch die Gesundheit - zu schützen

Die Regierung will den Treibstoffhandel weiter reduzieren, um die Luftqualität zu verbessern. Denn das Ergebnis einer Studie, die am Freitag vorgestellt wurde, ist alarmierend. Die negativen Auswirkungen des Treibstoffhandels auf Umwelt und Gesundheit kosten Luxemburg demnach 3,5 Milliarden Euro pro Jahr. «Das ist wesentlich mehr als die Gewinne, die mit diesem Handel zusammenhängen (2,1 Milliarden Euro pro Jahr)», lautet die Schlussfolgerung der Studie.

Die Minister betonten am Freitag deshalb, sich auf eine allmähliche Verminderung des Treibstoffverkaufs vorzubereiten. Eine ministerielle Arbeitsgruppe werde die Evolution des Verkaufs, die Maßnahmen zu seiner Verminderung und die Konsequenzen auf das Haushaltseinkommen überwachen. Die Gruppe werde ebenfalls alternative Modelle entwickeln.

Steuererleichterungen

Darunter fallen etwa Steuererleichterungen. Die für 2017 erwartete Steuerreform sieht etwa eine Ermäßigung für emmissionsfreie Privatfahrzeuge vor, sowie eine Ermäßigung für elektrische Fahrräder. Die pauschalen Sachleistungen für Dienstwagen werden ebenfalls neu berechnet werden, abhängig von ihrem Einfluss auf die Umwelt.

Im vergangenen Jahr wurden 2,377 Milliarden Liter Treibstoff in Luxemburg verkauft. 2011 waren es noch 2,704 Miliarden Liter gewesen. Die Gewinne beliefen sich 2015 auf 846,7 Millionen Euro, fünf Jahre vorher waren es 868,5 Millionen Euro.

«Luxemburg hat seine Versprechen in den Jahren 2013 bis 2015 eingehalten, was die Reduzierung der Emissionen von Treibstoffgasen angeht. Die damit einhergehenden Steuerverluste konnten zum großen Teil über Mehreinnahmen, die durch Mehrwertsteuern erzielt wurden, sowie über Konzessionvergaben und durch ersparte Käufe von Emissionswerten wieder ausgeglichen werden», erklärt Camille Gira, Staatssekretär im Infrastrukturministerium.

Umweltministerin Carole Dieschbourg hat daran erinnert, dass die Emission von schädlichen Abgasen im Jahre 2030 um 40 Prozent niedriger sein sollen als sie es 2005 war. Der Verkehr trägt zwei Drittel zu den Emissionen bei. Laut der Studie werden 75 Prozent der in Luxemburg verkauften Treibstoffe ins Ausland geliefert. Davon sind 84 Prozent Diesel und 16 Prozen Benzin. Die restlichen 25 Prozent werden von Ansässigen benutzt, davon sind 81 Prozent Diesel.

(mv/L'essentiel)

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