Corona-Hilfen – Regierung wirft Horesca einen Rettungsring zu

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Corona-HilfenRegierung wirft Horesca einen Rettungsring zu

LUXEMBURG – Nach Gesprächen zwischen der Regierung und dem Branchenverband der krisengeschüttelten Gastronomie haben sich beide Seiten auf den Rahmen für Hilfsmaßnahmen geeinigt.

Die Gastronomie in Luxemburg ist seit dem 26. November geschlossen.

Die Gastronomie in Luxemburg ist seit dem 26. November geschlossen.

Editpress/Julien Garroy

Gespräche zwischen der Regierung und dem Branchenverband Horesca über schnelle Hilfen für die Krisenbranche haben offenbar gefruchtet. Beim Arbeitgeberverband ist man jedenfalls zufrieden über den «fruchtbaren» Austausch mit der Regierung. Von Regierungsseite haben laut der Mitteilung Arbeitsminister Dan Kersch (LSAP), Finanzminister Pierre Gramegna (DP), der Minister für Soziale Sicherheit Romain Schneider (LSAP), und der Mittelstandsminister Lex Delles (DP) teilgenommen.

Das Gesetz, das Beihilfen zur Kostendeckung vorsieht, soll am Donnerstag in der Chamber verabschiedet werden und danach schnell angewendet werden können. Mit der Verabschiedung solle umgehend ein Formular online gehen und erste Erstattungen sollen schnell erfolgen, teilt der Branchenverband mit. Von Verbandsseite ist man zufrieden mit dem «Spielraum» und der Flexibilität, die das Gesetz für steuerliche Zahlungen vorsehe. Der Zwangseinzug der Sozialabgaben sei bis zum Ende der Betriebsschließungen, also mindestens bis zum 15. Januar, ausgesetzt. Unternehmen kämen so in den Genuss von Zahlungserleichterungen und sogar einem «automatischen Rechnungsausgleich für bis zu 24 Monaten und das zinslos».

Auf Nachfrage von L'essentiel sagte François Koepp, Generalsekretär der Horesca: «Es waren gute Gespräche, geprägt von Offenheit und Klarheit.» Koepp glaubt, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen eine erste rettende Maßnahme für die Branche sein könnten, die durch die Corona-Krise schwer getroffen sei. Für die Zukunft habe man weitere Gespräche vereinbart. Dabei soll unter anderem eine Senkung der Mehrwertsteuer für alkoholische Getränke im Jahr 2021 oder eine Verlängerung der Gültigkeit der 50-Euro-Hotelgutscheine besprochen werden.

(jg/L'essentiel)

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