Mustafa al-Kadhimi – Regierungschef Iraks überlebt Drohnenangriff
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Mustafa al-KadhimiRegierungschef Iraks überlebt Drohnenangriff

Unbekannte haben mit einer bewaffneten Drohne einen Anschlag auf die Residenz des irakischen Ministerpräsidenten ausgeführt. Zu möglichen Opfern wurden noch keine Angaben gemacht.

Rief nach dem Anschlag «zum Wohle des Irak» zu «Ruhe und Zurückhaltung» auf: Ministerpräsident Mustafa al-Kadhimi. (Archivbild)

Rief nach dem Anschlag «zum Wohle des Irak» zu «Ruhe und Zurückhaltung» auf: Ministerpräsident Mustafa al-Kadhimi. (Archivbild)

AFP/Eliot Blondet

Im Irak ist die Residenz von Ministerpräsident Mustafa al-Kadhimi nach Regierungsangaben mit einer bewaffneten Drohne angegriffen worden. Der Regierungschef sei bei dem «fehlgeschlagenen Attentat» in der Grünen Zone von Bagdad nicht verletzt worden, teilte sein Büro am Sonntag mit. Al-Kadhimi erklärte im Onlinedienst Twitter, es gehe ihm gut. Er rief «zum Wohle des Irak» zu «Ruhe und Zurückhaltung» auf.

Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Zu möglichen Opfern und Schäden machte al-Kadhimis Büro keine Angaben. «Eine mit einer Sprengladung versehene Drohne hat versucht, die Residenz zu treffen», hieß es in der Mitteilung. Sicherheitskreise bestätigten den Angriff auf al-Kadhimis Haus.

Starke Spannungen im Irak

Nach dem Vorfall wurden nach Angaben aus Sicherheitskreisen zahlreiche Sicherheitskräfte in die stark abgesicherte Grüne Zone in der irakischen Hauptstadt entsandt, in der auch die US-Botschaft und mehrere Regierungsgebäude liegen. In und um die Zone werden immer wieder Anschläge verübt. Ende Oktober waren in einem angrenzenden Viertel drei Raketen eingeschlagen, verletzt wurde dabei niemand.

Im Irak gibt es derzeit starke politische Spannungen. Am Samstag demonstrierten erneut mehrere Hundert Anhänger pro-iranischer Gruppen in Bagdad gegen das Ergebnis der Parlamentswahl. Einige verbrannten dabei ein Porträt des Regierungschefs und bezeichneten ihn als «Kriminellen».

Bei der Wahl im Oktober hatte der politische Arm des Haschd-al-Schaabi-Netzwerks pro-iranischer Milizen vorläufigen Ergebnissen zufolge zahlreiche Parlamentssitze verloren. Anführer des Haschd-Netzwerks hatten das Ergebnis angefochten. Bei Protesten am Freitag wurde mindestens ein Mensch getötet und mehr als hundert weitere sind verletzt worden.

(L'essentiel/AFP/chk)

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