Absatzrekord wegen Corona – Reiche kaufen so viele Rolls-Royces wie noch nie
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Absatzrekord wegen CoronaReiche kaufen so viele Rolls-Royces wie noch nie

Rolls-Royce hat in seiner 117-jährigen Geschichte noch nie so viele Autos verkauft wie 2021. Die Marke hat eine Erklärung dafür, warum es gerade während der Pandemie so gut läuft.

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Die Edelmarke Rolls-Royce hat ein fantastisches 2021 hinter sich.

Die Edelmarke Rolls-Royce hat ein fantastisches 2021 hinter sich.

Rolls-Royce Motor Cars
Laut CEO Torsten Müller-Otvos hat das direkt mit Corona zu tun.

Laut CEO Torsten Müller-Otvos hat das direkt mit Corona zu tun.

AFP
Das Modell Black Badge Ghost ist die veredelte Ausführung des Basis-Ghost.

Das Modell Black Badge Ghost ist die veredelte Ausführung des Basis-Ghost.

Rolls-Royce Motor Cars

Der britische Traditionshersteller Rolls-Royce hat im vergangenen Jahr fast 50 Prozent mehr Autos verkauft als im Vorjahr. Insgesamt gingen 5586 Luxuskarossen an Käuferinnen und Käufer in aller Welt, wie die BMW-Tochter am Montag mitteilte. 2021 sei ein «phänomenales Jahr» für Rolls-Royce gewesen, erklärte Unternehmenschef Torsten Müller-Ötvös.

Rolls-Royce habe mehr Autos ausgeliefert als jemals in der 117-jährigen Firmengeschichte. Überall auf der Welt sei die Nachfrage groß gewesen – etwa nach dem Basismodell Ghost oder dem 2,6 Tonnen schweren SUV Cullinan. Rolls-Royce arbeitet aktuell an seinem ersten elektrischen Modell namens Spectre.

Müller-Ötvös hat auch eine Erklärung, warum die Nachfrage nach den – in Großbritannien umgerechnet zwischen knapp 300.000 und 544.000 Euro teuren – Edelkarossen im vergangenen Jahr so hoch war. Die «Daily Mail» zitiert ihn: «Viele Leute haben in ihrem Umfeld Leute an Covid-19 sterben sehen und das hat sie veranlasst, darüber nachzudenken, dass das Leben kurz ist und man es besser jetzt lebt als es auf später zu verschieben.»

Die meisten besitzen mehr als einen Rolls

Das habe sie «massiv dazu angeregt», in Dinge zu investieren, «die ich als schöne, liebliche Dinge bezeichnen würde». Die Leute hätten nicht viel herumreisen oder in Luxus-Dienste investieren können, aber es habe sich «eine Menge Geld» angesammelt, das für Luxusgüter ausgegeben wurde. «Es war ein phänomenales Jahr», bilanziert Müller-Ötvös. Dabei hätten viele Käuferinnen und Käufer ihre Sammlung erweitert – die meisten Rolls-Fans würden mehr als ein Model besitzen.

Auch die nahe Zukunft verspricht gute Zahlen: Die Auftragsbücher sind bis weit ins dritte Quartal 2022 hinein gefüllt. Dies auch deshalb, weil die Wartezeit für einen Neuwagen rund ein Jahr beträgt. Die aktuellen Verkaufsrenner sind der Ghost und der SUV Cullinan, die zusammen 40 Prozent der Verkäufe ausmachen. 2023 soll dann der elektrische Spectre auf den Markt kommen.

(L'essentiel/AFP/trx)

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